Vor vier Jahren wars, als der kalifornische Super-Produzent The Gaslamp Killer anlässlich des unfassbar verpeilten Konzerts von Gonjasufi im Bad Bonn in Düdingen einen Track des Berners Dimitri Grimm alias Dimlite einspielte – und diesem lokalen Helden so seine Reverenz erwies.
Dimlite versus Balt Mirczok versus Mitsel Quitno
Die Szene war symptomatisch für diesen Künstler, der im Ausland viel bekannter als in seiner Heimat ist. Denn ja, man wusste vom mittlerweile 33-Jährigen, doch blieb er immer im zuweilen auch selbst gewählten Schatten – auch dank weiteren Pseudonymen wie Balt Mirczok oder Mitsel Quitno.
Dabei veröffentlicht Dimitri Grimm seine letzte Platte als Dimlite namens «Grimm Reality» auf Now Again, einem Sub-Label des Vorzeige-Hip-Hop-Hauses Stones Throw, wo seine unglaublich facettenreiche Musik, die zwischen psychedelischen Soundforschungen und verquer produzierten Beats hin und her schlenkert, bestens aufgehoben ist.
Nach seinem Bad Bonn Kilbi-Auftritt im Jahr 2012 kehrt Dim Grimm nun ans Festival zurück – mit einem seiner seltenen Sets, die er hierzulande spielt. Weil: Im Ausland ist dieser Ausnahme-Produzent immer noch weit bekannter.
Direkt vor Grimm spielt am Schlussabend der diesjährigen Bad Bonn Kilbi die Basler Lärmformation Mir auf, die im Frühling 2013 ihr live eingespieltes Manifest «Shock Your Moneymaker» auf dem Label A Tree In A Field (u.a. Combineharvester & Fai Baba) veröffentlichten.
Perkussionsgewitter, fiepende Analog-Synthesizer, mächtige Bässe, viel Experiment und viel Lust, kurz: hier ist alles da, was das Noise-Herz begehrt.
Pour réussir une première partie, il vaut mieux ne pas y aller à reculons. Barbara Lehnoff, alias Camilla Sparksss, a fait tout le contraire : elle est carrément descendue dans l’arène. Par deux fois, elle a quitté la scène pour se frotter (littéralement) aux trentenaires bedonnants, trépignants à l’idée de revoir l’idole du garage blues folâtre, Jon Spencer. Elle les a fixés dans les yeux, leur a murmuré à l’oreille, s’est roulé par terre en scandant les répliques définitives de son morceau « Europe », « This is shit ! ».
Thérapie par le cri primal
Elle a même tendu le micro aux heureux du premier rang, pour une séance de thérapie par le cri primal. Barbara Lehnoff a véritablement pris son public à bras le corps et cela tombait bien, puisque c’est justement l’objet de Camilla Sparksss. Le side project électro punk DIY de la guitariste stridente du duo Peter Kernel consiste à « donner une dimension charnelle à la musique électronique, à dépasser les machines » comme elle nous le confiait après son passage remarqué. Pas question donc de rester plantée derrière un laptop pendant que s’égrènent les rythmes tribaux, les déchaînements techno ou les apartés presque hip hop. Sur scène, la Canadienne installée en Suisse a multiplié les invectives et les torsions, tout juste aidée par son acolyte Myriam Vile, créatrice de bijoux reconvertie dans la performance très DIY elle aussi.
De l’écoute polie à la semi-hystérie
En courant sur place ou en boxant en rythme avec la beatbox avec son gilet bien trop court, elle n’a pas peu contribué à échauffer les virilités parisiennes : un spectateur inspiré lui lança même l’élégant « Est ce que tu baises ? » sans provoquer de réprobation générale. Justement, quelques temps avant la débauche de transpiration sexuelle de Jon Spencer, le duo féminin a initié avec peu de moyens la délivrance physique du public, passé de l’écoute polie à un état de semi-hystérie.
Max Usata, Sänger der Bieler Band Puts Marie, wanderte 2009 kurzentschlossen nach New York aus. Niemand wusste, was aus Puts Marie wird. Und so suchte man neue Perspektiven. Es entstanden sechs Kinder, ein Gitarrenladen, ja sogar eine Broadway-Karriere. Neue musikalische Projekte wurden in Angriff genommen. Die Ankündigung Ende letzten Jahres, dass Puts Marie ihre EP «Masoch» beim Lausanner Label Two Gentlemen veröffentlichen, kam dann auch unerwartet.
Nun sind sie zurück auf der Bühne: Reifer und mit frischen Songs, die eine neue, ernsthaftere Note einschlagen, ohne dabei auf die Energie ihrer früheren Auftritte zu verzichten. Max Usata erzählt uns von den Veränderungen und den Plänen von Puts Marie.
In einem Interview habt ihr gesagt, dass ihr euch während der Auszeit viel musikalisches Know-how angeeignet habt. So konntet ihr bei der Aufnahme von «Masoch» eine andere Qualität in eure Musik einbringen. Inwiefern beeinflusste dies das Songwriting?
Max Usata: Wir redeten damals von zwei verschiedenen Dingen. Einerseits haben wir das technische Know-how gemeint: Unser Gitarrist Sirup hat sich als Sound Engineer immer mehr Wissen angeeignet, indem er sein Tonstudio immer mehr ausbaute und immer mehr Studio-Aufträge an Land zog. Das hatte einen starken Einfluss auf die Soundqualität. Zudem hatten wir das Glück, Leute wie Jeff Stuart Saltzmann und Dave McNair an Bord holen zu können In der Postproduktion hatten beide einen starken Einfluss auf den Sound von «Masoch», auch wenn die Aufnahmen von Sirup schon sehr gut waren.
Anderseits ist die Band über die Jahre durch Tüfteln und durch viel Spielpraxis immer wieder auf neuen Sound gestossen, vor allem was den des Basses, der Gitarre und der Orgel angeht. Das hört man nun auf der neuen Platte. Sicherlich wurde dabei auch das Songwriting beeinflusst. Die Lieder haben viele Instrumental-Parts, was aus dem neuen Sound hervorgeht.
Sind die klanglichen Veränderungen in eurer Musik ein Resultat des abrupten Bruchs im Jahr 2009? Wird das Thema in euren aktuellen Songs überhaupt angesprochen?
Max Usata: Nicht direkt, nein. Eher indirekt. Dass sich jeder danach umorientierte und andere musikalische Projekte verfolgte, hatte am Ende wohl am meisten Einfluss, denke ich. Wir und alle um uns herum wurden älter und reifer, was sich auch in einer grösseren Offenheit gegenüber Neuem, Unsicherem und allem, was vor uns liegt, zeigt.
Ihr beschreibt eure neuen Songs als schwerer, ernsthafter, egoistischer. Es ist nicht mehr das oberste Ziel, die Leute zum Tanzen zu bringen oder Party zu machen. Hat das die Art, wie ihr auf der Bühne Musik macht, verändert?
Max Usata: Das ist schwer zu sagen. Es macht ja immer noch unglaublich viel Spass, auf der Bühne Musik zu machen. Was heisst schon Party machen? Ja, vielleicht ist es schwieriger zu den neuen Songs zu tanzen. Laut, vulgär und skurril sind unsere Konzerte aber nach wie vor. Das klingt für mich eher nach Party als bloss wildes Getanze.
Ihr seid in den letzten Jahren sesshafter geworden. Wie sehen eure Pläne aus? Zieht es euch ins Ausland?
Max Usata: Ins Ausland? Ja, bitte! Unbedingt! Das wird nur eine Frage von guter Organisation sein. In der Vergangenheit haben wir sehr oft im Ausland gespielt und uns liegt viel daran, dies auch weiterhin zu tun. Puts Marie gehört ins Ausland. Sowohl was die Musik als auch die Einflüsse anbelangt, fühlen wir uns dort zu Hause. Wir haben viele Freunde ausserhalb der Schweiz und wollen auch für sie spielen. Es gibt dort andere Bühnen, andere Stimmungen und andere Situationen, die wir mit vielen guten Erinnerungen verbinden. Und nach Japan wollen wir auch!
Die EP «Masoch» ist am 10. Dezember 2013 bei Two Gentlemen erschienen. Am 29. Mai 2014 treten sie an der Bad Bonn Kilbi auf.
Und noch: Neuchâtel, Festi’Neuch am 13. Juni. Zurich, Wipkingen Openair am 20.Juni. Pully, For Noise Festival am 23. August. Orprund, PFF, am 29. August. Tavannes, am Le Royal am 7. November
“Avant l’Aube”: Erik Truffaz travaille depuis de longs mois sur ce projet ambitieux de poème symphonique pour orchestre, sampler et trompette. « L’ensemble de la pièce musicale sera décliné en huit parties qui narreront une nuit dans la vie d’un homme, du crépuscule à l’aube, en traversant des atmosphères pouvant être aussi bien romantiques qu’orientalisantes. » explique le jazzman musicophage. Originaire de France voisine, Erik Truffaz est Suisse d’adoption. Ce projet transfrontalier ne pouvait que lui plaire.
« Concevoir un disque ou un concert, c’est comme un bon film, il est important d’alterner les moments de tension et de détente.»
Pour l’Ensemble symphonique de Neuchâtel, pour l’Orchestre Victor Hugo Franche-Comté, Erik Truffaz a composé un programme qui s’inspire de Steve Reich, Bèla Bartòk mais aussi d’Ennio Morricone parce qu’il réussit à car il réussit à « concilier des airs populaires avec une musique plus savante ». Ses parties de trompette seront quant à elles largement improvisées.
Side by Side
Last but not least, participe à ce projet un autre de nos héros nationaux, Franz Treichler qui, bien que les pieds fermement ancrés dans le rock, partage le même éclectisme musical que Truffaz. Ses séquences seront autant de surprises pour viendront sous-tendre ou s’opposer aux mouvements de l’orchestre.
Cette création sera présentée sur les scènes nationales de Besançon et Montbéliard, au Théâtre du Jorat de Mézières et à Festi-Neuch. Elle est soutenue par l’union européenne dans le cadre d’un projet intitulé Side by Side et dont vous devriez bientôt en savoir plus sur ce blog. Hautement recommandé.
« Concevoir un disque ou un concert, c’est comme un bon film, il est important d’alterner les moments de tension et de détente. Il peut y avoir des passages complexes, pouvant déconcerter. Mais pour que l’ensemble soit accessible sur la durée, il faut aussi des temps où l’auditeur peut être transporté par une mélodie, par un rythme. Je fais très attention à cet aspect quand je compose, parce que c’est bel et bien la mélodie et le rythme qui relient la musique aux émotions. »
Marcel Gschwend ist Bit-Tuner.Seit 1997 produziert der St. Galler, der mittlerweile in Zürich lebt, basslastigen Electro, spannt mit Rappern wie Dani Göldin zusammen, vertont live Stummfilme und spielt Bassgitarre bei Stahlberger, der Band, die mit ihrem dritten Album «Die Gschicht isch besser» auch die Schweizer Hitparaden erobert hat.
Solo veröffentlichte der 36-Jährige zuletzt «The Japan Syndrome», das nun auch auf Vinyl erschienen ist. Es ist nach «The China Syndrome» bereits die zweite Platte, die während seiner Live-Residency im Zürcher Club Helsinki entstanden ist.
Auf «The Japan Syndrome» bringt Bit-Tuner seine Sounds aus seinem stetig anwachsenden elektronischen Gerätepark mit Alltagsgeräuschen zusammen, die er auf seiner Japanreise im Frühling 2013 gesammelt hat. Grossstadtlärm und Vogelgezwitscher treffen auf mächtige Bässe, auf Beats, die sich langsam entwickeln und auf zirpende Höhen.
So entwickelt sich eine eigentümliche Dub-Atmosphäre, die zwischen tiefen Strassenschluchten und Stadtpark und zwischen Club und Schlafzimmer anzusiedeln ist. Bit-Tuner ist auf «The Japan Syndrome» einmal mehr ein überaus einfallsreicher Soundarchitekt, der auch dank seinem Band-Hintergrund weit über die Electro-Landschaft hinausweist.