Passage remarqué du ready-made musical franco-suisse aux confins du jazz, de la transe africaine et de la musique contemporaine dans une petite salle parisienne, l’Espace B. Retour sur cette sourde déflagration du 22 octobre dernier.
Tapis élimés au sol, murs de craie décorés de manière aléatoire, bière pas chère pour faune autant enthousiaste que désargenté : l’Espace B à Paris pourrait aussi bien évoquer l’arrière-boutique d’un bar de Brooklyn qu’une cave autogérée à Lausanne. Cela tombe plutôt bien, l’Orchestre Tout-Puissant Marcel Duchamp (OTPMD) raffole de ces salles atypiques, joyeusement underground et indie : normal, tout a commencé pour le groupe franco-suisse du Genevois Vincent Bertholet (à la double basse ou à la contrebasse) dans les méandres artistiques dans un des squats de la « Cave 12 », l’association de soutien aux musiques expérimentales sur les bords du lac Léman. Pour sa tournée française fin octobre, qui passait également dans quelques villes exotiques (Bayonne, Tulle ou Clermont), l’OTMPD se devait donc de faire honneur à cet Espace B qui lui ressemblait tant, délicieux foutoir sans frontières. Et même serrés sur la scène symbolique de cette petite salle, les six musiciens ont laissé s’épanouir leurs morceaux-gigognes – tirant parfois leurs jams « jazzcore » pendant plus de dix minutes. Aux allures hypnotiques du marimba de l’excellente Aida Dop répondait la batterie furieuse de Wilf Plum (dont on aurait bien vu les mythiques Dog Faced Hermans déflorer cette salle) ; parfois, le trombone de Seth Bennet marquait le temps, plus souvent il se déchainait comme un samedi soir dans un petit club de Lagos ; Liz Moscarola dansait parfois la gigue derrière son violon, comme un écho à son diplôme d’éducation somatique (une discipline d’éveil du corps) et et s’attachait avec Vincent Bertholet à lier les diverses transes du groupes en cris-soubresauts. Une bulle d’air que le public a respiré profondément.
Prochain concert en Suisse romande au City Club de Pully le 19 décembre!
Die Schweiz/Estnische Jazz-Sängerin Ingrid Lukas hat vor ca. 1 Jahr ihr viel beachtetes Album “Silver Secret” veröffentlicht, welches sie zusammen mit dem Norwegischen Jazz-Pianisten Bugge Wesseltoft und dem langjährigen Sound Engineer von Björk, Valgeir Sigurosson produziert hat.
In Estland holte sie sich damit vor kurzem den 2. Platz beim estnischen Music Award was ihr zum entgültigen Durchbruch in ihrem ursprünglichen Heimatland verhalf. In der Schweiz noch ein Geheimtipp – was sich aber bald ändern dürfte – ist die 27-Jährige Sängerin zur Zeit auf Deutschland Tour.
Vor kurzem hast du den sagenhaften 2. Platz am Estnischen Music Award belegt. Was hat sich seitdem in Bezug auf deine Person in Estland verändert?
Ingrid Lukas: In Estland läuft es mittlerweile sehr gut. Die Leute schätzen meine Musik, was mich natürlich sehr freut. Die Medienpräsenz ist stark angestiegen, die Radios spielen meine Songs. Ein tolles Gefühl, wenn man bedenkt, dass Estland ja nicht mein Lebensmittelpunkt ist.
Als Ende 2011 dein neues Album “Silver Secret” veröffentlicht wurde, gab es ja eine Art Seilziehen zwischen den Esten und den Schweizern, wer denn nun mehr Anteil an Ingrid Lukas hat. Mit dem 2. Platz in Estland hast du dich ja dort mittlerweile zum heimischen Popstar mutiert, während man dich in der Schweiz wohl noch eher zu den viel gelobten Geheimtipps zählst. steht es nun 1:0 im Seilziehen für Estland?
Ingrid Lukas: (Lacht) Ja das könnte man vielleicht so sagen. Seit meinem 2. Platz am Estnischen Music Award ist der Medienrummel um meine Person tatsächlich stark angestiegen. Ich freue mich einfach sehr über diesen 2. Platz. Es ist eine tolle Wertschätzung für meine Arbeit, die ich ja mittlerweile schon seit ca. 15 Jahren mache. Höhen und Tiefen sind in meinem Beruf alltäglich und auch wenn ich in erster Linie Musik für mich selbst mache, tut es immer wieder gut Bestätigung zu bekommen. Das spornt an und gibt dir Energie um weiter zu machen.
Dass die Schweiz jeweils etwas länger braucht, und erst dann auf ihre Künstler aufmerksam wird, wenn das Ausland schon längst am schwärmen ist, hab ich auch schon bei anderen Künstlern so wahrgenommen, aber trotzdem ist dies für mich sekundär.
Natürlich wünscht man sich, dass du mit deiner Musik immer mehr Leute erreichen kannst, deine Konzerte besucht werden, aber es darf nicht der Anstoss sein Musik zu machen.
Du bist zur Zeit in Deutschland auf Tour. Wie sind dort die Reaktionen auf Ingrid Lukas?
Ingrid Lukas: Die Reaktionen hier sind toll. Die meisten haben ja vorher wahrscheinlich noch nie von Ingrid lukas gehört. Die Konzerte sind gut besucht und die CD-Verkäufe laufen ebenfalls super. Den Deutschen gefällt unsere Musik und die für ihr Empfinden eher exotische Mischung aus Estnisch und Englisch.
Während du auf deinem 1. Album “We need to repeat” noch mit Nick Bärtsch zusammen gearbeitet hast, hat es dich für deinen Zweitling “Silver Secret” in den Norden zu Bugge Wesseltoft verschlagen. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?
Ingrid Lukas: Wenn möglich arbeite ich jedes Jahr freiwillig am Jazz Festival in Willisau. Bugge hatte dort im Jahr 2008 gespielt und ich wollte ihn unbedingt kennen lernen. Ich hab dann versucht den Job als Beifahrer zu bekommen – leider hab ich immer noch keine autofahrprüfung – was mir glücklicherweise auch gelang. so war ich also dabei, als wir den Bugge in Zürich am Flughafen abholten. Da sein Gepäck aber Verspätung hatte, mussten wir 5 Std. warten. Um die Zeit totzuschlagen gingen wir in ein Kaffe. Da hab ich natürlich die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und ihm von meiner Band erzählt. Dies war sozusagen der Beginn unserer Zusammenarbeit.
Was sind deine nächsten Ziele, wie wird es mit Ingrid Lukas weitergehen?
Ingrid Lukas: Demnächst werden wir uns, wahrscheinlich in einer abgelegenen Hütte in Estland, einrichten, um unser 3. Album aufzunehmen.
Darauf freue ich mich natürlich sehr!
Le 29 octobre Erik Truffaz sort son dixième album sur Blue Note! Pour le principal intéressé: « “El tiempo de la Révolucion”exprime les révolutions successives qui actent notre vie, comme un long poème que l’on écrit au fil du temps dans un espace où l’on est à la fois acteur et spectateur. Le temps de la révolution est aussi celui de la naissance, de l’amour et de la mort. C’est un combat pour un monde plus juste sous la seule bannière de l’art. La musique nous permettant de tisser un lien entre le ciel et la terre. » “El Tiempo de la la Revolucion” est aussi le prolongement de son prédécesseur, “In Between“. Certains thèmes y sont repris et détournés et Anna Aaron remplace Sophie Hunger à la voix sur trois morceaux. “El Tiempo de la Revolucion” évoque aussi le rock, le funk et le psychédélisme, le tout étant emballé dans un groove feutré, traversé par le son caractéristique de la trompette de Sieur Truffaz.
Pour célébrer la sortie de cet opus, les Suisses devront attendre mardi 9 avril 2013où le trompettiste, son quartet et Anna Aaron, se produiront sous le Grand Chapiteau du Cully Jazz Festival (billets en vente dès le 17 janvier le site du festival). Quant aux Français le rendez-vous est fixé au 6 avril 2013 à l’Olympia!
Weit haben sie bzw. er es gebracht. Unter den Bandnamen Bonaparte bespielen sie bzw. er mittlerweile fast schon rund um den Globus einschlägige Spielstätten, deren Bühnen groß genug sind, Bonaparte samt Entourage zu beherbergen.
Swissvibes.org bat den Schweizer Tobias Jundt, Kopf des Ensembles, um die Beantwortung einiger Fragen. Bonaparte sind optisch als auch musikalisch irgendwo in der Tradition zwischen Sigue Sigue Sputnik und Gwar zu verordnen, Jundt wiederum ist der Mastermind der Band und hat nach eigenen Angaben ein Faible fürs Diktatorische. Ist es doch Jundt, der mittlerweile zum Wahl-Berliner konvertierte und sich offenbar als „Líder Máximo“ von Bonaparte einer Neu-Interpretation des Begriffs „Kreativ-Direktor“ verschrieben hat.
Von Oktober bis Dezember 2012 touren Bonaparte mit dem neuen Album „Sorry, We’re Open“ quer durch Europa und dies sogar obwohl in manchen Ländern ihr Album noch nicht einmal erschienen ist.
Was oder wer verschaffte bzw. verschafft dir Inspiration für Bonaparte? bonaparte: grüezi! der bonaparte steckte schon immer in mir drin und ich schaffe mir damit einen spielplatz, um diese energie zu kanalisieren, so wie auch die tänzer dann wiederum auf diesem soundteppich sich ausleben können. freier ausdruck und energieaustausch, also dinge, die im moment passieren, sind wichtig. aber um diese zu ermöglichen braucht es auch einen entsprechenden rahmen.
Gibt es etwas typisch schweizerisches, was oder welches du im Berliner Exil vermisst?
bonaparte: naja, wir sind ja eigentlich immer unterwegs. das schöne an berlin ist die hohe ansammlung an anderen produzenten, musikern, djs, fotografen, filmemachern und puppenspielern. natürlich vermisse ich dinge, die unersetzlich sind: die frische briese, welche von den alpen herüber weht, das kilo greyerzerkäse auf meinem frühstückstisch und natürlich die mundart. dialekt zu sprechen, ist etwas sehr heimatliches. wir haben uns aber auch angewöhnt, dass unsere ganze crew schweizerdeutsch sprechen muss, obwohl da in wahrheit nur zwei schweizer dabei sind. die sprechen mittlerweile aber alle recht perfekt schweizerdeutsch – nur die amerkianischen tänzerinnen wehren sich erfolgreich gegen die verschweizerifizierung der welt durch die geheimsonde bonaparte.
Wie viel Tobias Jundt steckt in Bonaparte und wie viel macht der Kollektivismus an Bonaparte aus?
bonaparte: bonaparte ist im kern ja ein solo-projekt von mir, welches aber gleichzeitig ein kollektiv und noch gleichzeitiger auch ein wanderzirkus ist. wer hier mit wem und wem noch nicht – das könnte uns kein dreigroschenroman erklären. also ob ich alleine mit meinem hasen spiele oder die ganze bonaparte-familie mit dabei ist, es ist immer noch bonaparte. im kern stehen die songs, welche uns für die live-shows den teppich weben. wenn wir früher sagten, wir seien ein demokratisches kollektiv, geführt von einem verrückten diktator, dann ist das nicht weit von der warheit entfernt.
Kannst du von Bonaparte leben und wenn ja, wie schwierig ist es darüber hinaus, ein größeres Kollektiv wie Bonaparte zu finanzieren? bonaparte: das ist eine relativ komplexe frage. zum einen ist die frage, ob wir überhaupt wollen, dass wir nur davon leben können. für mich ist es natürlich eine 300% angelegenheit, das muss auch irgendwie gehen, aber die meisten von uns spielen bewusst noch in anderen bands oder haben ihre eigenen projekte am laufen. eine menschengruppe dieser größe durch die landschaft zu senden, ist ja sowieso ein eher verrücktes unterfangen. die big bands sind ja alle in der ersten hälfte des letzten jahrhunderts ausgestorben. aber der soziale aspekt des tourens, den ein DJ nicht mehr wirklich hat, wenn er alleine in der senator lounge am flughafen rumhängt, der gibt bonaparte eine schöne eigenheit. während ich dies tippe, sind wir gerade in polen unterwegs, und in der ferne ist es ganz schön, eine gruppe von gleichgesinnten zu sein.
Bonaparte wird ab Ende Oktober auf Europa-Tour gehen. Mit was für einer Formation werdet ihr antreten und kannst du bereits was über die Bühnenshow sagen?
bonaparte: wir werden ca. 20 menschen sein. als support act haben wir Tim Fite aus brooklyn eingeladen, ein sehr begnadeter künstler, der zu seinen visuals einen verdrehten singer-songwriter-hiphop darbietet. danach wird das schiffshorn der H.M.S. BONAPARTE erklingen und dann winken wir ein letztes mal an der rehling stehend und legen ab. die reise führt kreuz und queer durch die songs der letzten drei alben. zwischendurch gibt es der tradition entsprechend werbepause und ein paar körperliche aktivitäten, um sich vom tanzen zu erholen und gleichzeitig für die zweite hälfte des wilden rittes die muskeln zu stählern. wir werden natürlich wieder nicht wissen, welche songs wir nicht spielen sollen und entsprechend alle spielen wollen. und natürlich darf der bonaparte bazar nicht fehlen, mit neuen bekleidungsmöglichkeiten für den winter und farbigem vinyl. wir machen bereits fleißig kniebeugen.
Für die letzten beiden Alben von Bonaparte wirst du jeweils als Produzent angeführt. Könntest du dir vorstellen, auch mal mit einem anderen Produzenten zu arbeiten und wenn ja, gibt es vielleicht auch einen Produzenten mit dem du immer mal schon was machen wolltest?
bonaparte: ich schreibe und produziere alle bonaparte alben, sonst wäre es nicht bonaparte. ich habe aber tatsächlich in erwägung gezogen nach beenden der berlin trilogie, nun mit einem anderen produzenten eine co-produktion zu machen. die reise wird weitergehen und die zelte habe ich bereits verschifft. wie das klingt und wer die namen sind, die da mitwursteln, das erfahrt ihr dann in der nächsten folge, wenn es wieder heißt: “das paralleluniversum der familie bonaparte – zwei liter schweiss und die geheimen teufelsquinte.”
Das neue Album “Matanë Malit” (ECM/Harmonia Mundi) der schweiz/albanischen Musikerin und Sängerin Elina Duni ist eine Hommage an die albanische Poesie und deren Lieder. Sie nimmt uns dabei mit auf eine wunderschöne Reise in ein fernes Land, dessen Klänge uns wehmütig stimmen und ergreiffen vom ersten bis zum letzten Ton.
Im Gegensatz zu deinen früheren Alben “Baresha” und “Lume Lume”, singst du auf “Matanë Malit” ausschliesslich albanisch. was bedeutet es für dich, als Sängerin, die davor vorwiegend englische Texte interpretiert hat, in deiner Muttersprache zu singen?
Eina Duni Albanisch zu singen ist für mich sehr speziell und auch sehr interessant. Bis ich 10 Jahre alt war habe ich in Albanien gelebt, danach bin ich in die Schweiz ausgewandert, wo ich lange Zeit in Genf wohnte. Ich bin also zum einen mit der albanischen Tradition, wie zum anderen mit der westlichen Musiktradition, dem Jazz, der Klassischen Musik usw. aufgewachsen. Das führte auch oft dazu, dass ich noch nicht genau wusste, wo mein Platz ist. Dies änderte sich aber, als ich begann diese beiden Welten zusammenzuführen, in dem ich die albanischen Texte mit meinen musikalischen Einflüssen kombinierte. Aufeinmal fühlte sich alles viel klarer an. Eine Erfahrung, die mich in meinem musikalischen Schaffen sehr bereichert hat, auch wenn ich mich in Zukunft nicht nur auf mein albanisch beschränken möchte.
“Matanë Malit” heisst auf Deutsch “Jenseits der Berge”. Ein Albumtitel in Bezug auf deine Heimat, so nah und doch so fern?
Elina Duni Das Album ist für mich tatsächlich eine Reise in die Ferne, die mir aber auch sehr vertraut ist. Gleichzeitig bezieht sich “Matanë Malit” aber auch auf die Standorte meiner beiden Heimatländer. Egal ob du von der Schweiz oder Albanien aus schaust, die Länder liegen immer Jenseits der Berge. Der Albumtitel bezieht sich aber auch auf das westliche Publikum. Die Texte handeln alle von universellen Themen, wie z.b. der Liebe, dem Tod, Freiheit. Themen die uns alle beschäftigen. Auch die Musik empfinde ich als sehr universell. Es sind also Stücke, die uns hier zwar fern sind, aber im Grunde genommen sehr vertraut.
Mit deinem neuen Album hast du dich musikalisch noch tiefer mit der Geschichte Albaniens auseinander gesetzt. Während du dich vorher noch in eher gewohnten Jazz/Balkanischen Klängen bewegt hast und dich schritt für schritt an den Fundus der balkanischen Folklore herangewagt hast, klingt “Matanë Malit” wie das Ergebnis einer langen Reise durch verschiedenste Einflüsse, die dich geprägt haben. Inwiefern unterscheidet sich für dich “Matanë Malit” von deinen anderen beiden Alben?
Elina Duni Wir sind an dieses Album ganz anders herangegangen als noch bei den letzten beiden. In unserem Zusammenspiel sind wir viel klarer geworden. Auch der Umgang mit den Klangfarben ist uns viel bewusster geworden. Ganz nach dem Motto “weniger ist mehr” haben wir es geschafft, der Musik diese Tiefe zu geben, in dem wir die Spannung viel ausgeglichener gestaltet haben. Im Vergleich zu “Lume Lume” klingt “Matanë Malit” reifer. Auch habe ich zu den traditionellen Stücken die wir umarrangiert haben, noch zwei eigene Stücke komponiert, was eine spannende Herausforderung für mich war. Zusammen mit meiner Band (Colin Vallon Piano, Norbert Pfammatter Drums, Patrice Moret Bass) und diesen zwei völlig verschiedenen kulturellen Einflüssen, ist dieses Album entstanden. Hätte ich nur in Albanien gelebt, würde meine Musik mit Sicherheit ganz anders klingen. Auf Metane Malit wollte ich die Aspekte der albanischen Poesie mit der traditionellen albanischen Folklore zusammenbringen. Es ist eine Hommage an die albanischen Dichter.
“Matanë Malit” ist am 21. September auf dem berühmten deutschen Jazz Label ECM veröffentlicht worden. Dein erstes ECM Album. Wie hast du die Arbeit mit dem Gründer und Produzenten des traditionsreichen Labels, Manfred Eicher erlebt?
Elina Duni Die Zusammenarbeit mit Manfred Eicher war sehr befruchtend. Er hatte die genau gleichen Vorstellungen wie wir. Von Anfang an war er von unserer Musik begeistert. Auch er wollte ein Album, welches nicht den einzelnen Musiker hervorhebt, sondern immer das Stück im Vordergrund steht. Es gibt also praktisch keine Jazzsoli im herkömmlichen Sinne, improvisiert wird im Kollektiv und immer mit dem Bewusstsein, dass das Stück an oberster Stelle steht. Mich hat Manfred auch stark beeindruckt mit welcher Euphorie er nach über 2000 produzierten Platten und über 40 Jahre Labelarbeit er noch an die Dinge herangeht und sich freuen kann wie ein kleines Kind. Er hat eine unglaubliche Weitsicht und war immer zur Stelle mit guten Ideen, wenn wir uns mal verloren haben.
Mit deiner Band und auch als Musikerin in anderen Projekten bist du ständig unterwegs und viel im Ausland. Seit Jahren wohnst du aber in der Schweiz. Fühlst du dich hier heimisch?
Elina Duni Ja, ganz klar. ich fühle mich sehr wohl hier in Bern. Mir gefällt das kultivierte und offene Volk. Und auch wenn ich die grossen Städte im Ausland liebe, könnte ich dort nicht leben. Die Schweiz ist mein Zuhause.
Ça y est: le nouveau disque de Mama Rosin sort aujourd’hui. Pour fêter la chose, les deux Genevois – Cyril Yeterian et Robin Girod – et leur batteur grenoblois Xavier Bray ont eu les honneurs d’une session live sur radio Paradiso jeudi dernier. Evidemment, il s’y sont mis en danger. Peu de répétitions, et une attitude bien rock’n’roll pour saluer la sortie de ce « Bye Bye Bayou ». « Pourquoi des adieux au bayou? » les questionne le journaliste Yann Zitouni. « Un clin d’œil à Alan Vegadont nous sommes fan et qui a fait un morceau du même nom» répond Robin. Et aussi une volonté de sortir d’une niche dans laquelle ces trois-là auraient eu tôt fait de sentir à l’étroit. A l’écoute de ce nouvel opus enregistré à New York et produit par un autre punk, Jon Spencer, on mesure l’évolution du groupe. Qu’on se rassure, la démarche s’ancre toujours dans le Sud des Etats-Unis, entre Louisiane et cajun. Armés de leurs guitares électriques, banjo et mélodéon amplifiés et d’une batterie bien méchante, les Mama Rosin s’amusent pourtant à désosser le genre. Ils aiment la distorsion et un son « sale » et c’est plutôt excitant. Mais ils n’en perdent pas la tête pour autant et n’oublient pas les mélodies entêtantes. « Paraît qu’y pas la Temps » est déjà bien présent sur les ondes radio. Ils prennent d’ailleurs parfois leur temps, comme sur ce « Mama Don’t », aussi lent qu’inquiétant, où l’on croirait presque entendre les loups hurler. Sans cesser de s’ancrer dans différentes courants, de se référer à telle ou telle personnalité culte, les Mama Rosin s’émancipent et développent leur propre univers.
Au Studio 15, le trio attaque avec « Marilou », une chanson dédiée à la fille de Cyril et donc…. à la nièce de Robin. Car les Mama Rosin c’est aussi ça, une histoire de famille et de potes. Une sorte de communauté où, avec les moyens du bord, chacun met la main à la pâte, de la pochette de disques à leur label (Moi J’Connais Records) en passant par la réalisation de clips vidéos. Et puis il y a cette énergie si particulière qui fait que même quand ça ne tombe pas juste, tout le monde s’en fout car le moment est savoureux et qu’on n’est pas là pour se la jouer. Les Mamas, comme beaucoup les surnomment en Suisse romande, sont sur le point de s’envoler pour une tournée anglaise d’une trentaine de dates. Un tour de force quand l’on sait à quel point ce marché est peu perméable. Ils s’attaqueront ensuite à la France en 2013. En attendant, vous pouvez toujours savourer sur le net les nombreuses vidéos dont ils vont vous abreuver ces prochains jours. Et écouter leur interview sur Couleur 3.
« The Danger of Light » est sorti le 28 septembre en Helvétie. Un événement attendu puisque les deux derniers CD de Sophie Hunger, “Mondays Ghost” et “1983”, sont tous deux disques platines. La Radio Suisse Romande a d’ailleurs décrété le 25 septembre “Journée Sophie Hunger”. La belle débarquant sur tous les chaînes, de Couleur 3 à la Première, pour culminer par un concert live dans l’émission Paradiso. « The Danger of Light » sera disponible à l’international à la fin de la semaine et on peut d’ores et déjà l’écouter ici. Il y montre la chanteuse préférée des Suisses dans un univers musical enrichi, la voix tour à tour acidulée, proche d’une folk woman des années 70 ou d’une chanteuse de cabaret. Du côté de ses musiciens, tous multi-instrumentistes, même énergie, même stimulation. On flirte avec une approche jazz et avec différents rythmes. Il faut dire que pour réaliser ce disque Miss Hunger et son producteur américain – Adam Samuels – n’a pas hésité à orchestrer trois sessions d’enregistrement dans les conditions du live. En France (avec son groupe), aux USA avec quelques grands noms comme Josh Klinghoffer (Red Hot Chili Peppers, PJ Harvey), Nathaniel Walcott et une dernière, à la dernière minute, à Montreal. On aurait pu craindre la surenchère, mais Sophie Hunger y a au contraire trouvé une spontanéité et une fraîcheur qu’on ne lui connaissait jusqu’ici pas sur disque. Avec une mention spéciale pour « Das Neue » au trombone langoureux et aux paroles coups de poing. Sans concession, comme son auteur qui fait le point sur sa situation et sur celle de la scène suisse.
Est-ce que le fait d’avoir tourné dans le monde entier a changé votre vision du monde ?
Sophie Hunger Chaque tournée me confirme que je viens d’un très petit pays aux conditions de vie ultra-privilégiées. On a tendance à oublier que les règles ailleurs ne sont pas comme ici. Notre réalité du monde 2012 n’est pas la réalité d’un Indien, d’un Chinois ou d’un Américain ou même d’un Allemand de l’Est ou de quelqu’un qui vient du Sud de la France.
Cela vous arrive de chanter en français et vous avez votre public en France. Qu’est-ce qui vous attire dans la culture et dans la langue française ?
Sophie Hunger Comme je connais mal cette culture, j’y évolue facilement. Je ne vois pas les pièges dans lesquels je pourrais tomber. Dans le domaine de la musique, c’est toujours très bien de ne pas trop savoir de choses. La France est aussi le premier pays qui m’a ouvert ses portes. Pour une petite Alémanique qui vient de Zurich, c’est assez spécial. Pour toutes ces raisons, je suis émotionnellement très proche de la France.
Et l’Allemagne ?
Sophie Hunger L’Allemagne est venue après. Le morceau « Walzer Für Niemand » a été pris pour une pub pour ONG qui récolait des fonds pour les SDF. La campagne a été diffusée à la période de Noël. Et c’est ça qui a ouvert des portes. Puis tout est allé très vite. Les Allemands sont plus cérébraux, intériorisés. Ils sont très respectueux et humbles. Les Français sont plus latins, plus expressifs, plus sensuels. Un Français va m’envoyer des roses après un concert et un Allemand va m’envoyer un poème. L’autre pays qui m’a pris dans ses bras, c’est le Canada, plus particulièrement Montréal. Ces trois dernières années, j’ai joué au Montréal Jazz Festival. Normalement quand on joue dans un festival de ce genre, on n’y retourne pas avant plusieurs années. Mais le Montreal Jazz Festival me demande chaque année un nouveau projet. J’y ai d’abord joué en quintet, puis trio. Cette année j’y ai présenté mon spectacle en hommage à Bob Dylan.
Vous avez rendu un hommage à Bob Dylan à Paris et au Canada, que représente-t-il pour vous ?
Sophie Hunger Dylan est un professeur pour moi. Il m’apprend des trucs très très basiques sur la façon de chanter, sur comment écrire des morceaux. On dirait qu’il a tout ça en lui, naturellement. J’ai commencé à l’écouter quand j’avais vingt ans et je n’ai pas encore fini de découvrir tous ces astuces et ses façons de jouer.
Aujourd’hui, en quoi vous sentez-vous encore suisse ?
Sophie Hunger Je suis très attachée à la Suisse émotionnellement. Je ne dois pas y passer pas plus d’un quart de mon temps maintenant. Mais, quand je dois m’absenter pendant une longue période, la Suisse me manque. Même si j’habite à Zurich, je me rends compte que ce à quoi je suis le plus attachée est la nature, la terre. Je ne peux pas vivre sans les Alpes, sans les montagnes, sans les fleuves, sans l’eau.
Avez-vous des contacts avec les musiciens de la scène suisse ?
Sophie Hunger Je connais beaucoup de musiciens. Chacun de ceux avec qui j’ai joué est resté dans mon cœur. C’est un lien qui est plus fort que celui qu’on peut avoir avec des amis. C’est bizarre, mais c’est comme ça. Même si je ne les vois pas beaucoup, je pense beaucoup à eux. J’ai vu des trucs d’eux que leurs amis ne voient pas. J’essaie aussi de suivre cette scène. C’est important de respecter la scène dont on est issu.
D’autant que cette scène est très active depuis une dizaine d’années
Sophie Hunger La scène est en ébullition. Anna Aaron, Heidi Happy ou des jeunes comme Dominik Chansorn qui va bientôt sortir son premier disque.
Comment expliquez-vous cette ébullition ?
Sophie Hunger Il y a une émulation. S’il y en a un qui fait quelque chose de nouveau ou qui sort un disque, cela stimule les autres. Cette énergie est très importante. Qualitativement, cette scène ne cesse de progresser. Regardez les chanteuses : ce ne sont pas seulement des interprètes, mais aussi des musiciennes et des auteurs-compositeurs. Ça, dans les années 90, c’était impensable. Il y a toujours eu jusqu’ici des bons artistes en Suisse. Mais jusqu’ici c’étaient des cas isolés, des individualistes. Ce qui est nouveau, c’est d’assister à l’émergence d’une scène. Il y a tellement de liens entre nous. Par exemple Heidi Happy et moi avons joué dans le même groupe il y a sept-huit ans. J’ai vu Evelinn Trouble chanter pour la première fois à l’âge de seize ans. Idem pou Anna Aaron. Les Dead Brothers était le groupe préféré de mon meilleur ami. Du coup, je les connais aussi.
Sophie Hunger commence la tournée consécutive à la sortie de “The Danger of Light” le 25 octobre au Canada avant de poursuivre en Europe. Le concert du 10 novembre au Café de la Danse à Paris est déjà complet! Les billets des quatre concerts au Kaufleuten de Zurich partent très vite.
Mais qu’est-ce qui se passe? Oy, notre chanteuse helvetico-ghanéenne préférée devient funky. Ce n’est pas pour nous déplaire, bien au contraire. Après s’être intéressée – avec le succès que l’on sait – aux souvenirs d’enfance, la chanteuse à la voix de caméléon est partie à plusieurs reprises séjourner en Afrique. Elle y a enregistré les bruits les plus divers, de la machine à laver de sa mère à celui du pilon écrasant le blé. Le premier morceau, issu de ses pérégrinations lointaines, s’appelle “Market Place”. Ses signes distinctifs sont des samples de bruits de rue, des rythmes empruntés à l’Afrique ou à l’électro et un chant soul. En attendant la sortie de l’album prévue en 2013, vous pouvez écouter ce morceau sur Youtube ou le télécharger sur votre smartphone/Iphone) au moyen de l’application Creaked (le label de Oy).
Et pour avoir une idée du live, regardez le petit film réalisé sur elle dans le cadre de la série Jazzout de Mezzo. Oy s’y montre désormais accompagnée d’une vraie batterie tenue par un mystérieux compagnon masqué. Le morceau s’appelle “Halleluja” et figurera également sur le nouvel album de Madame.
Dave Gisler travels through New York with a big suitcase full of guitar pedals. The 29 year-old jazzman from Zurich is currently in the United States for a tour with his band, No Reduce. Swissvibes caught up with him on rainy Monday afternoon, 2 hours before his first show in Brooklyn.
Dave, tell us about Jaywalkin’, your band’s first record.
Dave Gisler We recorderd it in New York last year. I got a residency from Switzerland and I stayed here for 4 months. Nasheet Waits is one of my favorite drummers. I called him up and asked him if he would like to play with us (Nasheet Waits is based in New York and drums for Jason Moran & the Bandwagon among others). My friend Christoph Imiger, who plays saxophone, was in New York at the time as well. And Raffaele Bosshard (Bass) flew in from Switzerland to record the album. Christoph, Raffaele and I had written the songs in Switzerland. We rehearsed them for one and a half days here and recorded the record at Nasheet’s studio. It all worked out well. It is really impressive how Nasheet made the songs come alive.
Why did you call your band No reduce as it sounds grammatically incorrect?
Dave GislerIt is always hard to find a band’s name. The “n”, the “r”, the “d” and the “c” are the first letters of our first names. We put them together and then looked for a way to fill up the blanks. We came up with “No reduce” and liked that. We know it’s not grammatically correct as it should be “No reduction”, but we thought this would be a name people would not forget. And it also sums up the music we do. We really go for it. There is a lot of energy coming from our band.
What are your influences?
Dave Gisler I listen to old jazzmen like Coltrane. But I am mostly influenced by the people I play with and by places like New York. It’s always very inspiring to be here. In the last six years I have come to New York every year and I somehow always end up at the 4 a.m. live session at the Fat Cat. I also love going to the Stone, John Zorn’s club. I have alwas loved both classical jazz and free jazz.
You only have played a couple of gigs before doing this US tour. How important is it for you to play at several venues in New York and Pittsburgh?
Dave GislerIt is a very important experience for us. We try to see if our music works. This tour will make us grow as musicians.
No Reduce on stage at Douglass Street Music Collective in Brooklyn on Septembre 18, 2012.
A nouveau sur les routes d’Europe, alors que leur premier album « Mutual Friends » va paraître en France, Valeska Steiner et Sonja Glass, alias Boy, nous parlent d’espoirs comblés, de chambres d’hôtels vides… et de leur obsession pour les pâtes au pistou.
Vous attendiez-vous à avoir autant de succès ?
Sonja Glass : Au contraire, ce qui se passe avec Boy dépasse de loin toutes nos espérances. Nous avons écrit cet album pendant deux ans, dans une toute petite chambre et nous nous retrouvons maintenant dans les plus grands festivals d’Europe. A vrai dire, nous voulions simplement que notre musique soit un peu entendue et nous étions largement prêtes à produire nous-mêmes quelques centaines de copies. Maintenant, jouer en France et en Angleterre, c’est inespéré… et ce n’est pas fini : nous allons faire une tournée en première partie de Katie Melhua et nous llons voyager en Norvège, Suède, Pologne et au Danemark. En tous cas, c’est assez rassurant de voir que notre persévérance a porté ses fruits !
Votre premier album, “Mutual Friends” qui paraît début octobre en France, parlait principalement de vos amis à Zürich. Ce sera encore le cas pour le prochain ?
Valeska Steiner : (Rires) Peut-être, mais j’en profiterai pour montrer à quel point ils nous manquent! Déjà, nous sommes basées à Hambourg, et nous ne sommes jamais en Suisse, sauf pour les concerts ! Pour l’instant, il y a une chanson qui sera très certainement sur le prochain album, et que nous jouons déjà en concert, « Room 362 ». L’histoire de deux personnages, un businessman en voyage d’affaire et une femme à la beauté fânée, qui se languissent. C’est ce que je ressens, parfois, en tournée, et cette chanson est comme une réponse au dernier morceau de Mutual Friend, « July », qui au contraire décrit un moment de bien-être absolu – elle commence d’ailleurs par « enlevez vos chaussures », ce qui fait bien rire notre batteur !
Et à part la musique, quelle serait votre plus grande obsession ?
Sonja Glass : Eh bien, à part la musique… ce serait ma basse! Malheureusement, quand nous devons jouer sans notre groupe, je suis obligée parfois de prendre une vraie guitare (rires)…
Valeska Steiner : Quand nous avons composé l’album, notre seule obsession, et notre vrai moment de détente après nos 12h de travail quotidien, c’était un immense plat de pâtes au pistou. Banal, hein ?
Boy, “Mutual Friends” (label Grönland Records). Sortie française le 1er octobre.