Rusconi versus la Fanfare Kadebostany

Rusconi Trio–©Niki CheungThe Band II (by Toci) low resAprès la grande opération pop des Swiss Music Awards, où Bastian Baker a remporté sans surprise la place de la meilleure performance de Suisse romande, place à un concours qui nous concerne plus, lancé par le festival M4Music en partenariat avec mx3 et les festivals du film de Soleure). celui du meilleur vidéo clip.

Parmi les 5 nominés, deux artistes Swiss Vibes entre lesquels notre cœur balance:

1) Les Suisses allemands de Rusconi proposent court métrage surréaliste pour un de leurs titres qui ne l’est pas moins “Alice in The Sky”, auquel le grand Fred Frith a prêté sa guitare.

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2) La mystérieuse Fanfare Kadebostany dont seul le président, Guillaume Kadebostan, connaît l’origine exacte s’est lancée il y a quelques mois dans un clip en forme de parodie d’une parade militaire où danse classique percute hip hop et électro. Le titre s’appelle “Walking with the Ghosts” et la vidéos est un véritable carton sur Internet depuis sa parution.

Pour participer au vote du public, rendez-vous sur la page créée à cet effet par mx3 avant le 20 mars 2013. Les clips seront projetés et les prix remis lors de la journée d’ouverture du M4Music festival aux Docks de Lausanne, le 21 mars.

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Cowboys From Hell mit neuem Album

cfh_live_farbigWild, furios und rotzig, das sind die Cowboys From Hell. Das selbsternannte „Jazz-Core“ Trio hat vor kurzem sein zweites Album „Big Fish“ veröffentlicht und knüpft damit in bekannter Manier an seinen Erstling an. Nach erfolgreicher Album-Release Tour geht’s im Februar wieder nach Deutschland und im April nach Russland. Ein Erfolg der hart erkämpft werden musste, denn die Schweizer Band stand zwischenzeitlich sogar vor dem Aus, wie uns Christoph Irniger, Saxophonist und Komponist der Cowboys From Hell im Interview erzählt.

Im Jahre 2008 erschien euer erstes Album „Monster Rodeo“, mit dem ihr die schweizer Musikszene mit eurem unverkennbaren Sound schon mal gehörig aufgemischt habt. Es folgten einige Konzerte im In – und Ausland. Doch es dauerte trotzdem 4 Jahre, bis ihr euren Zweitling „Big Fish“ im Herbst 2012 veröffentlicht habt. Weshalb dauerte das so lange?

Christoph Irniger: Wir standen kurz vor der Auflösung. Unser ursprüngliche Bassist Richi Pechota hatte andere Pläne und ist ausgestiegen. Unser Drummer Chrigel Bosshard spielte in dieser Zeit gleichzeitig bei Drei erfolgreichen Schweizer Bands, Lunik, Bonaparte und Marc Sway und hatte deshalb einfach keine Zeit mehr für die Cowboys. Dies führte dazu dass wir einfach keine Zeit mehr fanden für unsere Band und Gigs absagen mussten, was letztendlich auch sehr an der Motivation gekratzt hat überhaupt noch weiter zu machen. Dass wir dann aber schlussendlich doch noch die Kurve bekommen haben, ist eigentlich dem ZKB Jazzpreis zu verdanken. Wir wurden da quasi aus heiterem Himmel dazu eingeladen daran teilzunehmen, was uns natürlich wieder schub und Motivation für unsere Band gegeben hat. Daraufhin suchten wir uns einen neuen Bassisten und stiessen dabei auf Marco Blöchlinger und das hat sofort unglaublich toll funktioniert. Marco ist ein Perfektionist mit einem unglaublich guten Gespür für Sounds. Die Cowboys waren wieder da. Für den Gig am ZKB haben wir uns dann auch vorgenommen neue Stücke zu schreiben was letztendlich auch dazu führte wieder eine neue Platte aufzunehmen. Deshalb hat dies alles so lange gedauert.

Eure Musik ist geprägt von Gegensätzen. Stilistisch schwer einzuordnen. Ihr selbst nennt es “Jazz-Core”, also eine Mischung aus Jazz und Hardcore. Wobei es stilistisch bei euch noch viel bunter zu und her geht.Wo holt ihr euch eure Inspirationen für eure Stücke jeweils her?

Christoph Irniger: Uns stilistisch einzuordnen, da tun auch wir uns eher schwer. Wir drei haben alle ganz unterschiedliche musikalische Backgrounds. Ich z.b. bewege mich mehr oder weniger nur in der Jazzmusik und dabei oft auch in der freien Improvisation. Der Chrigel hat seine Wurzeln sicherlich im Rock, aber er ist ebenso ein unglaublich toller Pop Drummer. Ausserdem spielt er oft mit Don Li und ist fester Bestandteil der Touns’ Szene. Er ist eigentlich der Musiker mit dem grössten Radius in unserer Band. Marco ist absolut der Pop Bassist, der u.a bei Bands wie Lunik, Myron spielt. Die Stücke werden vor allem von Chrigel und mir geschrieben. Marco ist dann derjenige, der ein gutes Gespür hat, wie man das interessant umsetzen könnte. Er geht da jeweils sehr pragmatisch an heran und tüftelt so lange bis er zufrieden ist. Diese Kombination dieser drei Musiker bringt sehr viel Spannung mit sich.

Ein herausstechendes Merkmal eurer Musik ist bestimmt der Sound deines Tenor Saxophons der jeweils so stark verändert wird, dass man teilweise sogar meint eine verzerrte Gitarre zu hören. Dann glaubt man aber wieder eine Art Synthesizer zu hören, aber selten bis nie den originalen Sax sound. Du selbst bist ja vor allem auch in der freien Szene verankert, wo Effekte in dieser Art eher unüblich sind. Was hat dich dazu getrieben, dich trotzdem so intensiv mit den Effekten auseinander zu setzen?

Christoph Irniger:Eigentlich muss ich gestehen, dass ich überhaupt kein Soundtüftler bin. Ich habe zwei Multieffektgeräte, eine Filterbank und eine Loopstation. Daran schraube ich jeweils so lange herum, bis ich einen Sound gefunden habe der mir gefällt. Natürlich kenn ich mich mittlerweile mit diesen Geräten schon ganz gut aus. Aber fragt mich einfach nicht nach solchen Fachbegrfiffen wie „Envelope“ oder „Decay“ usw. davon hab ich keine Ahnung. Durch das ausprobieren mit diesen Effekten und den vielen Proben mit den Cowboys hat sich mein Sound immer weiter entwickelt. Und natürlich hör ich mir nach wie vor Bands an, die mich musiaklisch sehr geprägt haben, wie z.b. Rage against the Machine, Massive Attack oder AC/DC die für mich zu den wichtigsten Bands überhaupt gehören. Mit den Cowboys wollte ich einfach lauten und wilden Rock spielen und so hab ich mich auf die Suche nach dem passenden Saxophon Sound gemacht.

Einer eurer Songs trägt den Titel „Horror Show“. Gibt es da eine Geschichte dazu?

Christoph Irniger:Ja da gibt es eine Geschichte. Ich war mit meiner Familie in den Ferien in Irland. Wir haben uns dort ein Haus gemietet, sozusagen im Niemandsland. In der Nacht war es dort jeweils so dunkel, dass man überhaupt nichts sehe konnte. Kein Licht, alles war Schwarz. Man konnte nicht mal den Himmel von der Erde unterscheiden. Und als ich da so aus dem Fenster ins Schwarze rausstarrte habe ich mir vorgestellt in mitten einem Horror Film wie z.b. Blair Witch Project zu sein. Die Geräusche die ich wahrnahm hab ich so interpretiert, dass da draussen nun irgendwelche Banden um unser Haus schleichen und uns beobachten. Naja, nicht gerade der beste Moment um sich solche gruselige Szenen vorzustellen. Das war schon gespenstisch. Und dabei ist mir dann irgendwann die Idee für diese Basslinie von „Horror Show“ eingefallen und so ist dann eben der Song entstanden.

Demnächst seid ihr wieder auf Tour. Auf welchen Cowboys Ritt in die Hölle freust du dich besonders?

Christoph Irniger: Wir sind gerade daran neue Stücke zu erarbeiten, worauf ich mich natürlich sehr freue diese bald live zu präsentieren. Und Natürlich freue ich mich sehr auf unsere gemeinsame Deutschland –Tour. Das ist immer etwas spezielles, wenn man einige Tage zusammen weg ist und jeden Tag spielt, daraus ergibt sich eine ganz andere Dynamik, als wenn man jeweils einzelne Gigs spielt. Und das ist auch 10 mal mehr Wert als zu proben. Im April geht’s dann nach Russland auf Tour und darauf freu ich mich natürlich auch sehr, nicht zu letzt, weil es für uns absolut Neuland ist.

Upcoming Dates in Switzerland:

31.01.13 Moods, Zürich

01.02.13 Bejazz, Bern

2.02.13 Treibhaus Luzern

Weitere Tourdaten

Album “Big Fish” reinhören

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Ouverture en beauté de Swiss Diagonales Jazz

Créé au début des années 2000, Swiss Diagonales Jazz est une association qui réunit 25 clubs suisses. L’idée étant de permettre, pendant 5 semaines, à 10 jeunes formations prometteuses de tourner hors de leur bastion. La plupart d’entre eux peuvent être découverts par vidéo sur la chaîne de Swiss Diagonales Jazz sur Youtube. En voici deux exemples:

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Débats

Pour lancer le coup d’envoi de l’édition 2013, le club Südpol de Lucerne accueillait membres, invités et public samedi 12 janvier.

Après une table ronde évoquant les enjeux et les possibilités de développement du jazz suisse actuel, le long cocktail dinatoire permit aux uns et aux autres de prolonger les thèmes évoqués. A savoir : comment rendre la une scène helvétique plus unie intra-muros ? Comment s’exporter ? Comment développer de nouvelles sources de revenus pour les artistes pour remplacer celles que l’industrie du disque ne rapporte plus ? Une première dans l’histoire de Swiss Diagonales Jazz qui a permis beaucoup d’échanges entre Romands, Suisse-allemands et Tessinois. Dommage pourtant que, malgré la grande affluence, plusieurs clubs membres de l’association Swiss Diagonales Jazz n’aient pas été présents.

Concerts

colin_valon_trioLe soir, place à la musique, avec trois concerts de haut vol. Après la rencontre impressionnante entre les deux batteurs, Pierre Favre et Lukas Niggli, le premier étant le maître du second, le trio du pianiste Colin Vallon a fait sensation. Depuis longtemps, il n’est plus question ici de leader et d’accompagnateurs : Patrice Moret (contrebasse), Julian Sartorius (batterie) et Colin Vallon sont soudés, comme un hydre à trois têtes qui aurait préféré aux pouvoirs maléfiques ceux de la séduction. Structurant puis déstructurant leurs compositions aux titres explicites  «( Telepathy »), ces trois-là peuvent passer de la berceuse la  plus nostalgique à des tourbillons de rythmes et d’impressions. Julian Sartorius a fait le choix d’une batterie minimale, recouvrant parfois ses cymbales d’un torchon. Colin Vallon fait voltiger les notes de son piano, s’arrêtant soudain, comme s’il interrompait une conversation.

nik_baertschs_feat_roninAprès eux, le public est en orbite sur la planète jazz. Nik Bärtsch et RONIN s’imposent rapidement avec leur musique exigeante, précise et percutante.

Les concerts de Swiss Diagonales Jazz se poursuivent dans toute la Suisse jusqu’au 17 février 2012. Infos précises sur diagonales.ch

From Louisiana to New York via …..Geneva.

Mama Rosin New York 10These three are decidedly untenable. No sooner had Mama Rosin got back from New York where they’d recorded their new studio album under the aegis of Jon Spencer, that they announced the release of three screen-printed limited editon singles. The first recording by the Souchet brothers (same line-up but without drummer Xavier Bray) is also awaited before Christmas. Guitarist and banjo player, Robin Girod, is very chatty on skype – it’s kind of normal since his head is still a bit in the USA.
How did you meet Jon Spencer?
Robin Girod : Jon Spencer plays with Matt Verta-Ray in an incredible rockabilly band called Heavey Trash. It’s real rockabilly, fine and subtle, never vulgar. His Swiss tour manager, David Schindler, gave him a bunch of Swiss CDs to listen to including ours. Once back home, Jon Spencer called him to say that he’d really liked our stuff. He suggested that we do the start of a small German tour with him as part of Blues Explosion. We had a great time together. On the last day, Jon asked us to do some recording with him at his studio in New York. We weren’t expecting any of this since up until then our relationship had been very professional.
Mama Rosin New York_3Are you scared about working with someone of this stature?
Robin Girod : We were scared beforehand, but we were also very excited about recording and playing together. Once we saw the place we were even more excited. Jon Spencer has a studio from back in the day, everything is analogue just like we like it and he shares it with Matt Vera-Ray and Iggy Pop’s drummer. We were stunned to be hanging out with people of this calibre. They were very modest, much more so than the Europeans. Jon behaved like a surgeon or possibly more like an old savant. He let us climb on board a truly fantastic ship. There was a piano and a vibraphone. He told us to try out whatever we liked. We worked nine hours non-stop everyday with a short pause and then it was over. Even if we felt like staying longer in order to work on a difficult part, he’d force us to sleep on it and come back the next day with a rested head.
The result?
Robin Girod: We’d gone with the idea of making a really different album. Whereas in fact, we made something which is an extension of our “Voodoo Rhythm” LP, but with two years of experience added on, a few rock tracks and also some rather sad ballads.
Why do you keep on bringing out limited edition vinyl tracks at the same time?
Mama Rosin New York 8Robin Girod: It’s a bit of a joke we’ve got going on with MP3 and downloading. Of course we download stuff too, but we like to put out these little hidden gems that would otherwise get lost. They bear witness to a tour or to a specific moment in our group’s existence.

(Translation Beatrice Venturini)

The new Mama Rosin, “Bye Bye Bayou” is out since november and will be released in France early 2013. You can listen and buy their music on bandcamp.

Mama Rosin will tour France and Europe at the same period.

Les judicieux mélanges de Label Suisse

RoninDu 13 au 15 décembre,  Label Suisse a frappé un grand coup en investissant les clubs Lausannois. Plus que jamais le festival gratuit bisannuel a mélangé les genres. A signaler en particulier une soirée jazz qui a démarré au D’Club avec l’incroyable Nik Bärtsch et son groupe Ronin. Jouant sur les répétitions, les modulations, les combinaisons infinies de phrases musicales, ce groupe tient sur l’incroyable précision de ses musiciens. Mention spéciale au leader de l’ensemble ainsi qu’au batteur Kaspar Rast et à la personne aux lumières, dont les changements d’éclairage semblaient être calculés au centième de seconde.

Guillaume PerretA peine le temps de souffler et de s’extraire du temple de la dance music qu’il faut se précipiter de l’autre côté de la rue, à la Mecque du rock (Le Romandie) pour voir Guillaume Perret se déchaîner sur son sax et ses pédales d’effets. Que dire ? Par moment on a l’impression que son souffle part de ses tripes, le transperce et se transmet comme une onde à l’entier du public, sous le choc. La classe. « En plus du mélange des styles, cette édition a mélangé les publics, souligne Marc Ridet coordinateur et âme pensante de ce Festival dans lequel on croise aussi des programmateurs de haut vol (Jazz à Montréal, les Eurockéennes, les Nuits du Botanique). A l’église Saint-François le samedi la prestation de Francesco Salis et de la chanteuse de gospel La Velle Duggan puis celle d’Olivia Pedroli furent remarquées. « Le festival a prouvé que la musique suisse fédérait le public suisse. Avant les Romands avaient tendance à se tourner culturellement vers la France. Maintenant, ils sont plus sensibles à ce qui se fait en Suisse allemande. Paradoxalement, les Suisses allemands chantent d’ailleurs désormais pour la plupart en anglais ! »

Pas étonnant dès lors, que deux des groupes les plus remarqués furent deux groupes hybrides, tous deux originaires de Genève. The National Fanfare Kadebostany et son mélange de cuivres, de techno et les Mama Rosin qui conjuguent bayou et énergie punk !

>Ecoute et extraits des concerts sur le site de la RTS.
>Ecoute de la compilation numérique Label Suisse ici!
>Et encore le festival vu par les Français avec le reportage audio de Solnix écoutable sur le site Internet de Télérama.

Live report, Rusconi à Paris le 11/12

Rusconi_2Grooves délirants, improvisations sans bornes et incursions pop effrénées : le Sunside a eu du mal à se remettre du passage du power trio Rusconi.

Curieux paradoxe : pour célébrer la sortie de son troisième album « Revolution » (Beejazz), qui déjoue encore plus les règles du jazz traditionnel, Rusconi se présente au Sunside, gardien d’une certain forme d’orthodoxie jazz. Voir ces trois sales gosses Suisses-Allemands prendre des libertés pop et expérimentales dans ce temple parisien policé était d’autant plus réjouissant que le public s’était déplacé en nombre, alerté par nombreuses les critiques élogieuses publiées, entres autres, dans Libération ou les Inrocks. De quoi faire saliver le malicieux Stefan Rusconi (« c’est mieux que de jouer dans une salle vide », tentera-t-il, jamais à court de blague malgré son français hésitant). Le pianiste ne laissera guère de répit à la salle. D’emblée, il attaque avec un morceau très groove qui le verra pourtant quitter vite son clavier pour farfouiller directement dans les cordes, en Thurston Moore du piano à queue, sous les yeux possédées du bassiste Fabian Gisler.

Voilà le leitmotiv de ces deux sets de 70 minutes : détourner l’instrument de sa fonction première pour libérer leur inventivité sans complexe, se muant peu à peu en power trio, plus proche du « rock instrumental » que du jazz. Sur « Change, Part 1 », Rusconi lancera des ambiances sur une guitare électrique (avec archet et bottleneck), le batteur Claudio Strüby à la basse et le bassiste… au boucle hypnotiques de piano. Une apologie de l’irrévérence qui prendra tout sens sur « Alice in the Sky » (« un mélange de Lucy in The Sky et d’Alice au pays des merveilles, avec des cuillères dans le piano », résumera Strüby, hilare), monument de jazz spatial déconstruit, sur les solos, habités et habitants, où sur l’intermède « vinyle » : un drôle d’exercice de style, où un membre du groupe fait écouter un morceau de son choix (en l’occurrence, « Wrong », de Depeche Mode »), avant que le trio improvise sur le thème. Et pour achever de défriser le public du Sunside, Rusconi concluera la soirée par un clin d’œil à son album précédent en reprenant magistralement le « Hoarfrost » de Sonic Youth. Pas étonnant que pour son prochain concert parisien, le groupe devrait se présenter dans une salle habituellement réservée à la pop, le Café de la Danse, en mars.

Plus d’infos par ici: rusconi-music.com

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Départ en foudre pour Label Suisse

Velvet-Two-StripesHier soir, Label Suisse a investi le studio 15 de la Radio Suisse romande. De quoi nous rappeler qu’en 2004, lors de la première édition du festival, c’était toute la maison de la radio de La Sallaz qui avait ouvert ses portes aux artistes suisses. Depuis, le festival lausannois a grandi de façon exponentielle chaque deux ans, jusqu’à atteindre son apogée en 2010 lorsqu’il investissait l’ensemble de la place de l’Europe et du Flon, tel un open air urbain.

En 2012, Label Suisse a fait du régime. Ce qui n’est pas pour nous déplaire. Il investit désormais les principaux clubs de la ville  (Le Bourg, le Romandie, le D ! Club, les Docks). « L’avantage de cette nouvelle formule est que cela nous permet d’être plus pointu explique Laurent Pavia, rédacteur en chef adjoint de la rédaction musique à la RTS, on n’a plus besoin de chercher une tête d’affiche qui attire 6000 spectateurs ».

Au Studio 15, ce sont donc les Saint-Galloises de Velvet Two Stripes qui donnent le coup d’envoi. Une vraie découverte. Trois très jeunes filles – une blonde, une rousse et une noiraude – côte à côte au centre de la scène. Une caisse claire, un clavier, un synthé, une basse et un ordinateur portable constituent l’essentiel de leur instrumentation. Sara Diggelmann à la chevelure rousse tient la guitare. Sa sœur, la blonde platine Sophie, le micro et Franca Mock les claviers. Mais chez les Velvet Two Stripes rien n’est vraiment fixe. La chanteuse peut devenir batteuse et le clavier se mettre à chanter. Autour de leur instrumentation minimale, les trois jeunes filles tournent et se relayent, traversées par la même énergie viscérale. Leur premier single « Supernatural » semble défier les lois du son alors que leur dernière composition « Fire » est un blues psychédélique de la meilleure facture. A la fin de leur concert, le public est chaud bouillant. Et la carrière de ces trois-là, entamée il y a une année, semble vouée à un avenir fulgurant.

A voir la vidéo ci-dessous et à télécharger gratuitement ici le morceau Hellbound.

Des extraits du concert d’hier soir sont également visibles sur le site de la RTS.

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Soraya, entre la Suisse et la Tunisie

Soraya & Maxime SteinerLe gros stress d’un artiste est souvent d’être face à une salle frappée d’inertie. Il doit alors en faire des tonnes jusqu’à ce que les gens se lèvent de leurs chaises et se mettent à bouger. Le 15 novembre 2012 au Lido Comedy Club à Lausanne, Soraya Ksontini prend les choses à l’envers. A peine le premier morceau terminé, elle s’accroupit et demande aux gens de s’asseoir par terre. Sa façon à elle de les faire entrer dans son univers intime et particulier.

Car l’univers de Soraya Ksontini est très particulier. Ce concert lausannois célébrait la parution de son premier EP de quatre titres, « Soraya & Me ». Un trio polyvalent avec Maxime Steiner à la guitare et aux claviers, Felix Bergeron à la batterie et aux percussions et Soraya Ksontini qui jongle avec deux micros pour juxtaposer ses différentes parties vocales. Des comptines apparemment simples, mais qui oscillent entre chanson française, arabe et folk et dans lesquelles sourdent anxiété, inquiétude, interrogations. Soraya Ksontini est née de parents tunisiens à Lausanne. Elle chante depuis son plus jeune âge; sans perdre la tête. Elle participe à la Star Academy Maghreb en 2004 avant de se lancer dans des études de relations internationales, puis d’anthropologie.

Depuis 2006, elle affine son projet solo. Les quatre titres de son EP ne tombent donc pas du ciel,mais ont été longuement mûris. Surtout depuis qu’elle travaille avec le réalisateur Maxime Steiner (Trip’In, Aliose). Avec lui, elle a passé des heures dans son studio de Gland, à deux pas des voies ferrées, à chercher des sons sur des instruments orthodoxes, mais aussi sur des machines à café, tuyaux, billes et clous. A chaque fois que le train passe, il faut s’arrêter. Puis recommencer. Quelques mois plus tard, elle en ressort avec ces quatre drôles de ritournelles : une berceuse pour adulte (« Ya Weldi »), un titre inspiré par Woody Allen (« Woody & Moi »), un autre par une photo angoissante (« Odorantes ») et un blues de son crû (« Red Night Blues »).

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Pour le moment, Soraya Ksontini fait tout toute seule, mais elle est à la recherche d’une vraie structure de production qui pourrait la prendre sous son aile. Elle a beaucoup d’autres morceaux dans son escarcelle. Qu’on se le dise…

Les quatre morceaux de Soraya sont disponibles sur Itunes et dans les Fnac de Suisse

Le disque du mois de novembre: “l’Envolée” de Stephan Eicher

Il y a un cliché qui revient souvent à propos de Stephan Eicher, depuis le tout de début de sa carrière, dans les années 80: pour un artiste solo, le Bernois a toujours su parfaitement s’entourer. Et même s’il a consacré ces cinq dernières années à rééditer ses tout premiers morceaux, époque Grauzone ou Spielt Noise Boys, où à intervenir sur des projets ponctuels (l’hommage à Alain Bashung, notamment), son retour discographique ne déroge pas du tout à cette sacro sainte règle.

A 52 ans, mais un enthousiasme de jeune homme, Stephan Eicher a pioché aussi bien dans les jeunes pousses folk françaises à la réalisation (Mark Daumail de Cocoon,), qu’aux vieux briscards anglo-saxons (Volker Zander et Martin Wenk de Calexico, William Tyler, de Lambchop), aux vieux amis lettrés (l’écrivain Philippe Djian, un fidèle) qu’aux plumes inédites (Miossec ou Fred Avril). Un vrai travail d’équipe qui sert simplement à sublimer l’art du chant juste, de la guitare tendre, du clavier bien ajusté, du vieux cow boy du rock suisse.

Quand Miossec, toujours aussi accablé par l’existence, lui écrit le neurasthénique “Disparaitre”, c’est bien Eicher qui, la voix faussement fragile, lui donne toute sa puissance émotive et en souligne le sens potentiellement subversif. Quand ses compères tentent une inattendue excursion mariachi sur le bien nommé “l’Excursion”, c’est bien ses écorchures qui fait souffler un vent épique que n’aurait pas renié Tom Waits. Lui encore qui fait le lien entre la diversité des styles explorés ici, point commun entre du rockabilly jazzy (“dans ton dos”), des ballades au piano en suisse-allemand (“Du”), les ambiances hypnotiques, quasi new wave (“Donne moi une seconde”) ou les grandes envolées de corde, justement. Un très beau disque écrit à plusieurs, et à apprécier seul.

Stefan Eicher, “L’Envolée” (Barclay)

Stefan Eicher sera en concert à Nimes le 6 décembre, à Bruxelles le 13 décembre et à Paris le 17 décembre. Sa tournée complète est consultable sur son site internet.

“You need to have discipline to create freedom for your band”

Swiss composer Nik Bärtsch and his band Ronin just wrapped up a US tour to present their new two-disc set called “Live”. Everywhere they go, music critics are raving about the groove of a music that is flirting with rock and pop. Swissvibes talked to Nik Bärtsch in New York.

Nik, tell us about your recent US tour with your band Ronin.

Nik Bärtsch We played in Oakland and Portland, where we had already played in the past. We also played at Earshot Jazz Festival in Seattle. It was our first time there and it is a very good festival. Finishing the tour in New York was great. The headquarters of our label ECM are there. We played there last year and it was named by Jim Fusilli, the Wall Street Journal music critic, one of the best live shows of 2011 alongside Radiohead, Patti Smith and Björk. For us, it was amazing to be named with artists like them.

How did your new live album come about?

Nik Bärtsch We recorded about 50 shows. We made a first selection of about 30 tracks from all these shows. We reduced the number to 11 and worked with Manfred Eicher, our producer at ECM, to end up with a final selection of 9 tracks from different shows. The idea was to show the deveopment and activity of the band. It is a funny mix of small venues and bigger ones. For instance, we played in a theater in Lörrach. It was organized by a friend of mine and they had built a lounge. So we had young people lying in front of us when we played. It was kind of strange but also a really special show.

When you talk about Ronin, you often highlight the discipline of your band. Why?

Nik Bärtsch When you listen to great bands like Radiohead or musicians like Herbie Hancock, you can feel they have a lot of discipline. You need to have discipline to create freedom for your band. Our discipline come from our Swiss roots. Our sound is clean and precise. But we only do that to give ourselves freedom during our shows. You could compare us to an experimental pop and rock band. We are precise with our message. But the structure we have in our music allows us to have fun on stage. Music is the message.

Tell us about your relationship to New York.

Nik Bärtsch We played 4 times there. It is always important to play there because it is where most music is developped. We always have had inspiring audiences there. New Yorkers know a lot about bands. We were totally happy because they made us feel that they wanted to hear something special. It is a good feeling.

You are releasing a two-disc set at a time when people listen to more music online. Does this rapidly-changing environment have an impact on how you create an album?

Nik Bärtsch We always did what we thought was right. You have to work on the long run and show people you can surprize them. Ronin sold 50 000 records, which is amazing for a jazz band. The business model changes, the media change, but the message stays the same. I don’t only think myself as a musician. I am also an entrepreneur, because you need to sell records to be able to keep playing.

For more information:

Ronin’ s “Live” two-disc set is out. Label: ECM

Nik Bärtsch and Ronin play every Monday at Exil music club, Hardstrasse 245 21,  in Zurich.

Ronin will perfom at Label Suisse in Lausanne on December 14th, 2012.

For more information: http://www.nikbaertsch.com/konzerte/