Cowboys From Hell mit neuem Album

cfh_live_farbigWild, furios und rotzig, das sind die Cowboys From Hell. Das selbsternannte „Jazz-Core“ Trio hat vor kurzem sein zweites Album „Big Fish“ veröffentlicht und knüpft damit in bekannter Manier an seinen Erstling an. Nach erfolgreicher Album-Release Tour geht’s im Februar wieder nach Deutschland und im April nach Russland. Ein Erfolg der hart erkämpft werden musste, denn die Schweizer Band stand zwischenzeitlich sogar vor dem Aus, wie uns Christoph Irniger, Saxophonist und Komponist der Cowboys From Hell im Interview erzählt.

Im Jahre 2008 erschien euer erstes Album „Monster Rodeo“, mit dem ihr die schweizer Musikszene mit eurem unverkennbaren Sound schon mal gehörig aufgemischt habt. Es folgten einige Konzerte im In – und Ausland. Doch es dauerte trotzdem 4 Jahre, bis ihr euren Zweitling „Big Fish“ im Herbst 2012 veröffentlicht habt. Weshalb dauerte das so lange?

Christoph Irniger: Wir standen kurz vor der Auflösung. Unser ursprüngliche Bassist Richi Pechota hatte andere Pläne und ist ausgestiegen. Unser Drummer Chrigel Bosshard spielte in dieser Zeit gleichzeitig bei Drei erfolgreichen Schweizer Bands, Lunik, Bonaparte und Marc Sway und hatte deshalb einfach keine Zeit mehr für die Cowboys. Dies führte dazu dass wir einfach keine Zeit mehr fanden für unsere Band und Gigs absagen mussten, was letztendlich auch sehr an der Motivation gekratzt hat überhaupt noch weiter zu machen. Dass wir dann aber schlussendlich doch noch die Kurve bekommen haben, ist eigentlich dem ZKB Jazzpreis zu verdanken. Wir wurden da quasi aus heiterem Himmel dazu eingeladen daran teilzunehmen, was uns natürlich wieder schub und Motivation für unsere Band gegeben hat. Daraufhin suchten wir uns einen neuen Bassisten und stiessen dabei auf Marco Blöchlinger und das hat sofort unglaublich toll funktioniert. Marco ist ein Perfektionist mit einem unglaublich guten Gespür für Sounds. Die Cowboys waren wieder da. Für den Gig am ZKB haben wir uns dann auch vorgenommen neue Stücke zu schreiben was letztendlich auch dazu führte wieder eine neue Platte aufzunehmen. Deshalb hat dies alles so lange gedauert.

Eure Musik ist geprägt von Gegensätzen. Stilistisch schwer einzuordnen. Ihr selbst nennt es “Jazz-Core”, also eine Mischung aus Jazz und Hardcore. Wobei es stilistisch bei euch noch viel bunter zu und her geht.Wo holt ihr euch eure Inspirationen für eure Stücke jeweils her?

Christoph Irniger: Uns stilistisch einzuordnen, da tun auch wir uns eher schwer. Wir drei haben alle ganz unterschiedliche musikalische Backgrounds. Ich z.b. bewege mich mehr oder weniger nur in der Jazzmusik und dabei oft auch in der freien Improvisation. Der Chrigel hat seine Wurzeln sicherlich im Rock, aber er ist ebenso ein unglaublich toller Pop Drummer. Ausserdem spielt er oft mit Don Li und ist fester Bestandteil der Touns’ Szene. Er ist eigentlich der Musiker mit dem grössten Radius in unserer Band. Marco ist absolut der Pop Bassist, der u.a bei Bands wie Lunik, Myron spielt. Die Stücke werden vor allem von Chrigel und mir geschrieben. Marco ist dann derjenige, der ein gutes Gespür hat, wie man das interessant umsetzen könnte. Er geht da jeweils sehr pragmatisch an heran und tüftelt so lange bis er zufrieden ist. Diese Kombination dieser drei Musiker bringt sehr viel Spannung mit sich.

Ein herausstechendes Merkmal eurer Musik ist bestimmt der Sound deines Tenor Saxophons der jeweils so stark verändert wird, dass man teilweise sogar meint eine verzerrte Gitarre zu hören. Dann glaubt man aber wieder eine Art Synthesizer zu hören, aber selten bis nie den originalen Sax sound. Du selbst bist ja vor allem auch in der freien Szene verankert, wo Effekte in dieser Art eher unüblich sind. Was hat dich dazu getrieben, dich trotzdem so intensiv mit den Effekten auseinander zu setzen?

Christoph Irniger:Eigentlich muss ich gestehen, dass ich überhaupt kein Soundtüftler bin. Ich habe zwei Multieffektgeräte, eine Filterbank und eine Loopstation. Daran schraube ich jeweils so lange herum, bis ich einen Sound gefunden habe der mir gefällt. Natürlich kenn ich mich mittlerweile mit diesen Geräten schon ganz gut aus. Aber fragt mich einfach nicht nach solchen Fachbegrfiffen wie „Envelope“ oder „Decay“ usw. davon hab ich keine Ahnung. Durch das ausprobieren mit diesen Effekten und den vielen Proben mit den Cowboys hat sich mein Sound immer weiter entwickelt. Und natürlich hör ich mir nach wie vor Bands an, die mich musiaklisch sehr geprägt haben, wie z.b. Rage against the Machine, Massive Attack oder AC/DC die für mich zu den wichtigsten Bands überhaupt gehören. Mit den Cowboys wollte ich einfach lauten und wilden Rock spielen und so hab ich mich auf die Suche nach dem passenden Saxophon Sound gemacht.

Einer eurer Songs trägt den Titel „Horror Show“. Gibt es da eine Geschichte dazu?

Christoph Irniger:Ja da gibt es eine Geschichte. Ich war mit meiner Familie in den Ferien in Irland. Wir haben uns dort ein Haus gemietet, sozusagen im Niemandsland. In der Nacht war es dort jeweils so dunkel, dass man überhaupt nichts sehe konnte. Kein Licht, alles war Schwarz. Man konnte nicht mal den Himmel von der Erde unterscheiden. Und als ich da so aus dem Fenster ins Schwarze rausstarrte habe ich mir vorgestellt in mitten einem Horror Film wie z.b. Blair Witch Project zu sein. Die Geräusche die ich wahrnahm hab ich so interpretiert, dass da draussen nun irgendwelche Banden um unser Haus schleichen und uns beobachten. Naja, nicht gerade der beste Moment um sich solche gruselige Szenen vorzustellen. Das war schon gespenstisch. Und dabei ist mir dann irgendwann die Idee für diese Basslinie von „Horror Show“ eingefallen und so ist dann eben der Song entstanden.

Demnächst seid ihr wieder auf Tour. Auf welchen Cowboys Ritt in die Hölle freust du dich besonders?

Christoph Irniger: Wir sind gerade daran neue Stücke zu erarbeiten, worauf ich mich natürlich sehr freue diese bald live zu präsentieren. Und Natürlich freue ich mich sehr auf unsere gemeinsame Deutschland –Tour. Das ist immer etwas spezielles, wenn man einige Tage zusammen weg ist und jeden Tag spielt, daraus ergibt sich eine ganz andere Dynamik, als wenn man jeweils einzelne Gigs spielt. Und das ist auch 10 mal mehr Wert als zu proben. Im April geht’s dann nach Russland auf Tour und darauf freu ich mich natürlich auch sehr, nicht zu letzt, weil es für uns absolut Neuland ist.

Upcoming Dates in Switzerland:

31.01.13 Moods, Zürich

01.02.13 Bejazz, Bern

2.02.13 Treibhaus Luzern

Weitere Tourdaten

Album “Big Fish” reinhören

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Ouverture en beauté de Swiss Diagonales Jazz

Créé au début des années 2000, Swiss Diagonales Jazz est une association qui réunit 25 clubs suisses. L’idée étant de permettre, pendant 5 semaines, à 10 jeunes formations prometteuses de tourner hors de leur bastion. La plupart d’entre eux peuvent être découverts par vidéo sur la chaîne de Swiss Diagonales Jazz sur Youtube. En voici deux exemples:

[youtube=http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=2vP-2Omx7wo]

 

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=P-3A7tk9aQA]

Débats

Pour lancer le coup d’envoi de l’édition 2013, le club Südpol de Lucerne accueillait membres, invités et public samedi 12 janvier.

Après une table ronde évoquant les enjeux et les possibilités de développement du jazz suisse actuel, le long cocktail dinatoire permit aux uns et aux autres de prolonger les thèmes évoqués. A savoir : comment rendre la une scène helvétique plus unie intra-muros ? Comment s’exporter ? Comment développer de nouvelles sources de revenus pour les artistes pour remplacer celles que l’industrie du disque ne rapporte plus ? Une première dans l’histoire de Swiss Diagonales Jazz qui a permis beaucoup d’échanges entre Romands, Suisse-allemands et Tessinois. Dommage pourtant que, malgré la grande affluence, plusieurs clubs membres de l’association Swiss Diagonales Jazz n’aient pas été présents.

Concerts

colin_valon_trioLe soir, place à la musique, avec trois concerts de haut vol. Après la rencontre impressionnante entre les deux batteurs, Pierre Favre et Lukas Niggli, le premier étant le maître du second, le trio du pianiste Colin Vallon a fait sensation. Depuis longtemps, il n’est plus question ici de leader et d’accompagnateurs : Patrice Moret (contrebasse), Julian Sartorius (batterie) et Colin Vallon sont soudés, comme un hydre à trois têtes qui aurait préféré aux pouvoirs maléfiques ceux de la séduction. Structurant puis déstructurant leurs compositions aux titres explicites  «( Telepathy »), ces trois-là peuvent passer de la berceuse la  plus nostalgique à des tourbillons de rythmes et d’impressions. Julian Sartorius a fait le choix d’une batterie minimale, recouvrant parfois ses cymbales d’un torchon. Colin Vallon fait voltiger les notes de son piano, s’arrêtant soudain, comme s’il interrompait une conversation.

nik_baertschs_feat_roninAprès eux, le public est en orbite sur la planète jazz. Nik Bärtsch et RONIN s’imposent rapidement avec leur musique exigeante, précise et percutante.

Les concerts de Swiss Diagonales Jazz se poursuivent dans toute la Suisse jusqu’au 17 février 2012. Infos précises sur diagonales.ch

Les judicieux mélanges de Label Suisse

RoninDu 13 au 15 décembre,  Label Suisse a frappé un grand coup en investissant les clubs Lausannois. Plus que jamais le festival gratuit bisannuel a mélangé les genres. A signaler en particulier une soirée jazz qui a démarré au D’Club avec l’incroyable Nik Bärtsch et son groupe Ronin. Jouant sur les répétitions, les modulations, les combinaisons infinies de phrases musicales, ce groupe tient sur l’incroyable précision de ses musiciens. Mention spéciale au leader de l’ensemble ainsi qu’au batteur Kaspar Rast et à la personne aux lumières, dont les changements d’éclairage semblaient être calculés au centième de seconde.

Guillaume PerretA peine le temps de souffler et de s’extraire du temple de la dance music qu’il faut se précipiter de l’autre côté de la rue, à la Mecque du rock (Le Romandie) pour voir Guillaume Perret se déchaîner sur son sax et ses pédales d’effets. Que dire ? Par moment on a l’impression que son souffle part de ses tripes, le transperce et se transmet comme une onde à l’entier du public, sous le choc. La classe. « En plus du mélange des styles, cette édition a mélangé les publics, souligne Marc Ridet coordinateur et âme pensante de ce Festival dans lequel on croise aussi des programmateurs de haut vol (Jazz à Montréal, les Eurockéennes, les Nuits du Botanique). A l’église Saint-François le samedi la prestation de Francesco Salis et de la chanteuse de gospel La Velle Duggan puis celle d’Olivia Pedroli furent remarquées. « Le festival a prouvé que la musique suisse fédérait le public suisse. Avant les Romands avaient tendance à se tourner culturellement vers la France. Maintenant, ils sont plus sensibles à ce qui se fait en Suisse allemande. Paradoxalement, les Suisses allemands chantent d’ailleurs désormais pour la plupart en anglais ! »

Pas étonnant dès lors, que deux des groupes les plus remarqués furent deux groupes hybrides, tous deux originaires de Genève. The National Fanfare Kadebostany et son mélange de cuivres, de techno et les Mama Rosin qui conjuguent bayou et énergie punk !

>Ecoute et extraits des concerts sur le site de la RTS.
>Ecoute de la compilation numérique Label Suisse ici!
>Et encore le festival vu par les Français avec le reportage audio de Solnix écoutable sur le site Internet de Télérama.

Soraya, entre la Suisse et la Tunisie

Soraya & Maxime SteinerLe gros stress d’un artiste est souvent d’être face à une salle frappée d’inertie. Il doit alors en faire des tonnes jusqu’à ce que les gens se lèvent de leurs chaises et se mettent à bouger. Le 15 novembre 2012 au Lido Comedy Club à Lausanne, Soraya Ksontini prend les choses à l’envers. A peine le premier morceau terminé, elle s’accroupit et demande aux gens de s’asseoir par terre. Sa façon à elle de les faire entrer dans son univers intime et particulier.

Car l’univers de Soraya Ksontini est très particulier. Ce concert lausannois célébrait la parution de son premier EP de quatre titres, « Soraya & Me ». Un trio polyvalent avec Maxime Steiner à la guitare et aux claviers, Felix Bergeron à la batterie et aux percussions et Soraya Ksontini qui jongle avec deux micros pour juxtaposer ses différentes parties vocales. Des comptines apparemment simples, mais qui oscillent entre chanson française, arabe et folk et dans lesquelles sourdent anxiété, inquiétude, interrogations. Soraya Ksontini est née de parents tunisiens à Lausanne. Elle chante depuis son plus jeune âge; sans perdre la tête. Elle participe à la Star Academy Maghreb en 2004 avant de se lancer dans des études de relations internationales, puis d’anthropologie.

Depuis 2006, elle affine son projet solo. Les quatre titres de son EP ne tombent donc pas du ciel,mais ont été longuement mûris. Surtout depuis qu’elle travaille avec le réalisateur Maxime Steiner (Trip’In, Aliose). Avec lui, elle a passé des heures dans son studio de Gland, à deux pas des voies ferrées, à chercher des sons sur des instruments orthodoxes, mais aussi sur des machines à café, tuyaux, billes et clous. A chaque fois que le train passe, il faut s’arrêter. Puis recommencer. Quelques mois plus tard, elle en ressort avec ces quatre drôles de ritournelles : une berceuse pour adulte (« Ya Weldi »), un titre inspiré par Woody Allen (« Woody & Moi »), un autre par une photo angoissante (« Odorantes ») et un blues de son crû (« Red Night Blues »).

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=3n3WCrrMmLs&feature=plcp]

Pour le moment, Soraya Ksontini fait tout toute seule, mais elle est à la recherche d’une vraie structure de production qui pourrait la prendre sous son aile. Elle a beaucoup d’autres morceaux dans son escarcelle. Qu’on se le dise…

Les quatre morceaux de Soraya sont disponibles sur Itunes et dans les Fnac de Suisse

“You need to have discipline to create freedom for your band”

Swiss composer Nik Bärtsch and his band Ronin just wrapped up a US tour to present their new two-disc set called “Live”. Everywhere they go, music critics are raving about the groove of a music that is flirting with rock and pop. Swissvibes talked to Nik Bärtsch in New York.

Nik, tell us about your recent US tour with your band Ronin.

Nik Bärtsch We played in Oakland and Portland, where we had already played in the past. We also played at Earshot Jazz Festival in Seattle. It was our first time there and it is a very good festival. Finishing the tour in New York was great. The headquarters of our label ECM are there. We played there last year and it was named by Jim Fusilli, the Wall Street Journal music critic, one of the best live shows of 2011 alongside Radiohead, Patti Smith and Björk. For us, it was amazing to be named with artists like them.

How did your new live album come about?

Nik Bärtsch We recorded about 50 shows. We made a first selection of about 30 tracks from all these shows. We reduced the number to 11 and worked with Manfred Eicher, our producer at ECM, to end up with a final selection of 9 tracks from different shows. The idea was to show the deveopment and activity of the band. It is a funny mix of small venues and bigger ones. For instance, we played in a theater in Lörrach. It was organized by a friend of mine and they had built a lounge. So we had young people lying in front of us when we played. It was kind of strange but also a really special show.

When you talk about Ronin, you often highlight the discipline of your band. Why?

Nik Bärtsch When you listen to great bands like Radiohead or musicians like Herbie Hancock, you can feel they have a lot of discipline. You need to have discipline to create freedom for your band. Our discipline come from our Swiss roots. Our sound is clean and precise. But we only do that to give ourselves freedom during our shows. You could compare us to an experimental pop and rock band. We are precise with our message. But the structure we have in our music allows us to have fun on stage. Music is the message.

Tell us about your relationship to New York.

Nik Bärtsch We played 4 times there. It is always important to play there because it is where most music is developped. We always have had inspiring audiences there. New Yorkers know a lot about bands. We were totally happy because they made us feel that they wanted to hear something special. It is a good feeling.

You are releasing a two-disc set at a time when people listen to more music online. Does this rapidly-changing environment have an impact on how you create an album?

Nik Bärtsch We always did what we thought was right. You have to work on the long run and show people you can surprize them. Ronin sold 50 000 records, which is amazing for a jazz band. The business model changes, the media change, but the message stays the same. I don’t only think myself as a musician. I am also an entrepreneur, because you need to sell records to be able to keep playing.

For more information:

Ronin’ s “Live” two-disc set is out. Label: ECM

Nik Bärtsch and Ronin play every Monday at Exil music club, Hardstrasse 245 21,  in Zurich.

Ronin will perfom at Label Suisse in Lausanne on December 14th, 2012.

For more information: http://www.nikbaertsch.com/konzerte/

Grenzenlos – Ein Festival rund um das Piano, von Beethoven über Boulez bis Monk

Das Piano-PAM Festival (Platz für andere Musik) geht dieses Jahr in die Zweite Runde. Vom  16.11. – 18.11.12 dreht sich in Uster alles um das Piano. Eintönig? Im Gegenteil. Der Schlagzeuger und Gründer des PAM Festivals Lucas Niggli erklärt uns, warum gerade ein Festival in dieser Form ein besonders grosses Entdeckungspotential birgt und zu einem erfrischenden Kulturerlebnis wird.

Während das PAM Festival 2010 zum ersten Mal stattfand, veranstaltest du ebenfalls unter dem Namen PAM aber schon seit über 9 Jahren Konzerte in Uster. Eine Konzertreihe die du selbst ins Leben gerufen hast. Was war der Ursprungsgedanke dafür?

Lucas Niggli: Zum einen liegt dies am musikalischen Angebot In Uster. Wir haben zwar den Jazzclub und die Kulturgemeinschaft Uster, die beide regelmässig Konzerte veranstalten, allerdings jeweils in Bereichen, die mich nicht immer interessieren. Zum anderen hatte ich neben meinem Atelier den “Qbus” (ein altes Kino, welches heute leider nicht mehr besteht), ein Ort also, der für solche Anlässe perfekt geschaffen war. Als Musiker reise ich viel in der Welt herum, wobei ich auch immer sehr interessante Leute treffe. Mit dem „”Qbus”“ hab ich einen Raum gefunden, um diese Leute nach Uster zu bringen. Ein Experimentierfeld, ein Spielplatz um Sachen auszuprobieren, und Grenzen zu überschreiten. Aber natürlich hab ich auch darum die Konzertreihe PAM gegründet, um meiner Community hier in Uster etwas zurück geben zu können, von dem was ich auf all meinen Reisen erlebe.

Dass ich das Konzerprogramm jeweils voll und ganz nach meinem Geschmack gestalten konnte und kann, liegt natürlich auch daran, dass ich die Musiker alle persönlich kenne, mit ihnen zusammen arbeite, was natürlich ein grosser Vorteil ist. Dass die Konzertreihe PAM allerdings bis heute andauert – mittlerweile haben wir schon über 44 Konzerte veranstaltet, jeweils ca. 4 pro Jahr – hätte ich mir damals allerdings nicht erträumt.

Als ich vor über 10 Jahren damit begonnen habe, war alles noch sehr im Low Budget Bereich. Die ersten beiden Jahre habe ich sogar noch draufgelegt, aber meine Frau ,die mich dabei immer unterstützte, meinte jeweils: ” Andere gönnen sich teure Weine oder Essen oft auswärts und wir leisten uns eben die Konzerte.”

Das Piano PAM Festival findet dieses Jahr bereits zum zweiten Mal,nach der Erstausführung im Jahre 2010 statt. Was hat dich dazu bewogen, nebst der Konzertreihe noch ein Festival zu lancieren?

Lucas Niggli: Der Ursprungsgedanke war eigentlich der, dass ich so viele interessante Pianisten gerne nach Uster geholt hätte, dies aber nie möglich war, da es im “”Qbus” ” keinen Flügel hatte. Diesen jeweils für ein einziges Konzert zu mieten, hätte sich finanziell nicht gelohnt. Für ein 3-tägiges Festival allerdings schon und so beschloss ich deshalb ein Festival zu gründen, bei dem das Piano im Zentrum steht. Das Piano war also der ausschlaggebende Punkt. Die erste Ausgabe des Piano-PAM Festivals im Jahre 2010 kam dann so gut beim Publikum an, dass ich dachte, komm das mach ich wieder.

Mit den ebenfalls im Kanton Zürich stattfindenden Festivals Taktlos und Unerhört, gibt es ja bereits Veranstaltungen mit einer ähnlichen Ausrichtung. Inwiefern unterscheidet sich da das PAM Festival von den anderen?

Lucas Niggli: Da unterscheidet sich sehr viel. Zum einen nur schon die Geschichte und die Grösse der Festivals. das Taktlos ist ein Festival mit internationalem Renommée und war in der Schweiz ein wichtiger Impulsgeber für Neue Musik vor allem in den 80er  – und 90er Jahren . Allerdings hat das Taktlos in den letzten Jahren eine Krise durchgemacht, weshalb es etwas an Relevanz verloren –  und mit dem Unerhört Festival starke Konkurrenz erhalten hat, was wiederum auch dem  Taktlos gut tut . Die Festivals bemühen sich vermehrt um Profil und das hat einen positiven Effekt auf die Programmation. Während das Taktlos sich vor allem auf die improvisierte Musik im Zusammenhang mit Jazz und Rock fokussiert, dreht sich beim „Piano – PAM“ alles um ein Instrument und kennt dabei keine stilistischen Grenzen. Ein Festival bei welchem an einem Abend Musik von Thelonious Monk, Beethoven und Pierre Boulez zu hören ist, das muss man in der Schweiz sicherlich suchen.

Auf welche Leckerbissen dürfen wir uns ganz speziell bei dieser Ausgabe des PAM Festivals freuen?

Lucas Niggli: Persönlich freue ich mich sehr auf den Zürcher Pianisten Stefan Wirth, der Musik von Beethoven und Pierre Boulez spielen wird und natürlich Alexander von Schlippenbach, eine grosse Legende des Freejazz in Europa. Dass diese zwei Pianisten den gleichen Abend bestreiten ist sehr toll. Ich als Konsument wünschte mir mehr oder zumindest regelmässiger solche Abende. Aber dies ist ja auch mit ein Grund weshalb ich das PAM Festival veranstalte. Ich mache mir dabei selbst ein Geschenk, in dem ich ein Programm zusammenstelle mit Musik von Komponisten, die ich am liebsten höre. Also Thelonious Monk, Pierre Boulez und Ludwig van Beethoven.

Findest du, dass es in der Schweiz genügend Platz für andere Musik gibt, gerade in der freien Improvisation?

Lucas Niggli: Nein, es gibt nie genügend solche Orte. Aber dies hat auch gewisse Vorteile. So müssen sich die jungen Musiker aus der Not heraus selber ihre Plattformen schaffen. Die jüngere Schweizer Generation macht dies anhand des Beispiels der Jazzwerkstatt in Bern. Eine Bewegung, die im übrigen in ganz Europa stattfindet. Sie definieren sich so ihren ganz eigenen Spielplatz. Wenn du etwas selber aufziehst, in deiner Szene, deinem Umfeld, kannst du es so gestalten und prägen, wie du es möchtest und das, gehört auch zur künstlerischen Arbeit und Identität eines Musikers. Es steckt zwar jeweils viel Arbeit, dahinter, ist aber zugleich auch sehr befriedegend. Ich kann gleichzeitig Gastgeber sein – was ich als ein sehr schönes Gefühl empfinde – und die Musik aufführen und spielen, die ich möchte.

Ich glaube auch, dass in einem Konzertbetrieb wie das PAM ihn führt, eine interessante Zukunft steckt. Heute hören oder konsumieren die Leute ein viel breiteres Musikangebot als früher. Warum aber führt man Musik meistens nur in den dafür traditionsgemäss üblichen Räumlichkeiten auf? Wie z.b. Beethoven nur in der Tonhalle, Boulez nur im Kontext von Neuer Musik, oder Monk nur in einem Jazzclub? Diese Tradition zu brechen ist mir ebenfalls ein grosses Anliegen. Und darum geht es bei PAM auch, in dem man Traditionen, Vorstellungen und Gewohnheiten aufbricht.

Das PAM Festival findet vom 16.11.12 – 18.11.12 in Uster statt. Die Konzerte beginnen jeweils um 20:30 Uhr. Eintrit 20.-/30.-

Ingrid Lukas – In Estland ein Popstar, in der Schweiz noch ein Geheimtipp

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Die Schweiz/Estnische Jazz-Sängerin Ingrid Lukas hat vor ca. 1 Jahr ihr viel beachtetes Album “Silver Secret” veröffentlicht, welches sie zusammen mit dem Norwegischen Jazz-Pianisten Bugge Wesseltoft und dem langjährigen Sound Engineer von Björk, Valgeir Sigurosson produziert hat.
In Estland holte sie sich damit vor kurzem den 2. Platz beim estnischen Music Award was ihr zum entgültigen Durchbruch in ihrem ursprünglichen Heimatland verhalf. In der Schweiz noch ein Geheimtipp – was sich aber bald ändern dürfte – ist die 27-Jährige Sängerin zur Zeit auf Deutschland Tour.


Vor kurzem hast du den sagenhaften 2. Platz am Estnischen Music Award belegt. Was hat sich seitdem in Bezug auf deine Person in Estland verändert?

Ingrid Lukas: In Estland läuft es mittlerweile sehr gut. Die Leute schätzen meine Musik, was mich natürlich sehr freut. Die Medienpräsenz ist stark angestiegen, die Radios spielen meine Songs. Ein tolles Gefühl, wenn man bedenkt, dass Estland ja nicht mein Lebensmittelpunkt ist.

Als Ende 2011 dein neues Album “Silver Secret” veröffentlicht wurde, gab es ja eine Art Seilziehen zwischen den Esten und den Schweizern, wer denn nun mehr Anteil an Ingrid Lukas hat. Mit dem 2. Platz in Estland hast du dich ja dort mittlerweile zum heimischen Popstar mutiert, während man dich in der Schweiz wohl noch eher zu den viel gelobten Geheimtipps zählst. steht es nun 1:0 im Seilziehen für Estland?

Ingrid Lukas: (Lacht) Ja das könnte man vielleicht so sagen. Seit meinem 2. Platz am Estnischen Music Award ist der Medienrummel um meine Person tatsächlich stark angestiegen. Ich freue mich einfach sehr über diesen 2. Platz. Es ist eine tolle Wertschätzung für meine Arbeit, die ich ja mittlerweile schon seit ca. 15 Jahren mache. Höhen und Tiefen sind in meinem Beruf alltäglich und auch wenn ich in erster Linie Musik für mich selbst mache, tut es immer wieder gut Bestätigung zu bekommen. Das spornt an und gibt dir Energie um weiter zu machen.
Dass die Schweiz jeweils etwas länger braucht, und erst dann auf ihre Künstler aufmerksam wird, wenn das Ausland schon längst am schwärmen ist, hab ich auch schon bei anderen Künstlern so wahrgenommen, aber trotzdem ist dies für mich sekundär.
Natürlich wünscht man sich, dass du mit deiner Musik immer mehr Leute erreichen kannst, deine Konzerte besucht werden, aber es darf nicht der Anstoss sein Musik zu machen.

Du bist zur Zeit in Deutschland auf Tour. Wie sind dort die Reaktionen auf Ingrid Lukas?

Ingrid Lukas: Die Reaktionen hier sind toll. Die meisten haben ja vorher wahrscheinlich noch nie von Ingrid lukas gehört. Die Konzerte sind gut besucht und die CD-Verkäufe laufen ebenfalls super. Den Deutschen gefällt unsere Musik und die für ihr Empfinden eher exotische Mischung aus Estnisch und Englisch.

Während du auf deinem 1. Album “We need to repeat” noch mit Nick Bärtsch zusammen gearbeitet hast, hat es dich für deinen Zweitling “Silver Secret” in den Norden zu Bugge Wesseltoft verschlagen. Wie kam es zu dieser Zusammenarbeit?

Ingrid Lukas: Wenn möglich arbeite ich jedes Jahr freiwillig am Jazz Festival in Willisau. Bugge hatte dort im Jahr 2008 gespielt und ich wollte ihn unbedingt kennen lernen. Ich hab dann versucht den Job als Beifahrer zu bekommen – leider hab ich immer noch keine autofahrprüfung – was mir glücklicherweise auch gelang. so war ich also dabei, als wir den Bugge in Zürich am Flughafen abholten. Da sein Gepäck aber Verspätung hatte, mussten wir 5 Std. warten. Um die Zeit totzuschlagen gingen wir in ein Kaffe. Da hab ich natürlich die Gelegenheit beim Schopf ergriffen und ihm von meiner Band erzählt. Dies war sozusagen der Beginn unserer Zusammenarbeit.

Was sind deine nächsten Ziele, wie wird es mit Ingrid Lukas weitergehen?

Ingrid Lukas: Demnächst werden wir uns, wahrscheinlich in einer abgelegenen Hütte in Estland, einrichten, um unser 3. Album aufzunehmen.
Darauf freue ich mich natürlich sehr!

Webpage Ingrid Lukas ingridlukas.com
Tourdaten

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Erik Truffaz, nouveau CD et concerts de prestige…

Le 29 octobre Erik Truffaz sort son dixième album sur Blue Note! Pour le principal intéressé: « “El tiempo de la Révolucion”exprime les révolutions successives qui actent notre vie, comme un long poème que l’on écrit au fil du temps dans un espace où l’on est à la fois acteur et spectateur. Le temps de la révolution est aussi celui de la naissance, de l’amour et de la mort. C’est un combat pour un monde plus juste sous la seule bannière de l’art. La musique nous permettant de tisser un lien entre le ciel et la terre. » “El Tiempo de la la Revolucion” est aussi le prolongement de son prédécesseur, “In Between“. Certains thèmes y sont repris et détournés et Anna Aaron remplace Sophie Hunger à la voix sur trois morceaux. “El Tiempo de la Revolucion” évoque aussi le rock, le funk et le psychédélisme, le tout étant emballé dans un groove feutré, traversé par le son caractéristique de la trompette de Sieur Truffaz.

Pour célébrer la sortie de cet opus, les Suisses devront attendre mardi 9 avril 2013où le trompettiste, son quartet et Anna Aaron, se produiront sous le Grand Chapiteau du Cully Jazz Festival (billets en vente dès le 17 janvier le site du festival). Quant aux Français le rendez-vous est fixé au 6 avril 2013 à l’Olympia!

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Elina Duni, eine Heimat so nah und doch so fern

Das neue Album “Matanë Malit” (ECM/Harmonia Mundi) der schweiz/albanischen Musikerin und Sängerin Elina Duni ist eine Hommage an die albanische Poesie und deren Lieder. Sie nimmt uns dabei mit auf eine wunderschöne Reise in ein fernes Land, dessen Klänge uns wehmütig stimmen und ergreiffen vom ersten bis zum letzten Ton.

Im Gegensatz zu deinen früheren Alben “Baresha” und “Lume Lume”, singst du auf “Matanë Malit” ausschliesslich albanisch. was bedeutet es für dich, als Sängerin, die davor vorwiegend englische Texte interpretiert hat, in deiner Muttersprache zu singen?

Eina Duni Albanisch zu singen ist für mich sehr speziell und auch sehr interessant. Bis ich 10 Jahre alt war habe ich in Albanien gelebt, danach bin ich in die Schweiz ausgewandert, wo ich lange Zeit in Genf wohnte. Ich bin also zum einen mit der albanischen Tradition, wie zum anderen mit der westlichen Musiktradition, dem Jazz, der Klassischen Musik usw. aufgewachsen. Das führte auch oft dazu, dass ich noch nicht genau wusste, wo mein Platz ist. Dies änderte sich aber, als ich begann diese beiden Welten zusammenzuführen, in dem ich die albanischen Texte mit meinen musikalischen Einflüssen kombinierte. Aufeinmal fühlte sich alles viel klarer an. Eine Erfahrung, die mich in meinem musikalischen Schaffen sehr bereichert hat, auch wenn ich mich in Zukunft nicht nur auf mein albanisch beschränken möchte.

“Matanë Malit” heisst auf Deutsch “Jenseits der Berge”. Ein Albumtitel in Bezug auf deine Heimat, so nah und doch so fern?

Elina Duni Das Album ist für mich tatsächlich eine Reise in die Ferne, die mir aber auch sehr vertraut ist. Gleichzeitig bezieht sich “Matanë Malit” aber auch auf die Standorte meiner beiden Heimatländer. Egal ob du von der Schweiz oder Albanien aus schaust, die Länder liegen immer Jenseits der Berge. Der Albumtitel bezieht sich aber auch auf das westliche Publikum. Die Texte handeln alle von universellen Themen, wie z.b. der Liebe, dem Tod, Freiheit. Themen die uns alle beschäftigen. Auch die Musik empfinde ich als sehr universell. Es sind also Stücke, die uns hier zwar fern sind, aber im Grunde genommen sehr vertraut.

Mit deinem neuen Album hast du dich musikalisch noch tiefer mit der Geschichte Albaniens auseinander gesetzt. Während du dich vorher noch in eher gewohnten Jazz/Balkanischen Klängen bewegt hast und dich schritt für schritt an den Fundus der balkanischen Folklore herangewagt hast, klingt “Matanë Malit” wie das Ergebnis einer langen Reise durch verschiedenste Einflüsse, die dich geprägt haben. Inwiefern unterscheidet sich für dich “Matanë Malit” von deinen anderen beiden Alben?

Elina Duni Wir sind an dieses Album ganz anders herangegangen als noch bei den letzten beiden. In unserem Zusammenspiel sind wir viel klarer geworden. Auch der Umgang mit den Klangfarben ist uns viel bewusster geworden. Ganz nach dem Motto “weniger ist mehr” haben wir es geschafft, der Musik diese Tiefe zu geben, in dem wir die Spannung viel ausgeglichener gestaltet haben. Im Vergleich zu “Lume Lume” klingt “Matanë Malit” reifer. Auch habe ich zu den traditionellen Stücken die wir umarrangiert haben, noch zwei eigene Stücke komponiert, was eine spannende Herausforderung für mich war. Zusammen mit meiner Band (Colin Vallon Piano, Norbert Pfammatter Drums, Patrice Moret Bass) und diesen zwei völlig verschiedenen kulturellen Einflüssen, ist dieses Album entstanden. Hätte ich nur in Albanien gelebt, würde meine Musik mit Sicherheit ganz anders klingen. Auf Metane Malit wollte ich die Aspekte der albanischen Poesie mit der traditionellen albanischen Folklore zusammenbringen. Es ist eine Hommage an die albanischen Dichter.

“Matanë Malit” ist am 21. September auf dem berühmten deutschen Jazz Label ECM veröffentlicht worden. Dein erstes ECM Album. Wie hast du die Arbeit mit dem Gründer und Produzenten des traditionsreichen Labels, Manfred Eicher erlebt?

Elina Duni Die Zusammenarbeit mit Manfred Eicher war sehr befruchtend. Er hatte die genau gleichen Vorstellungen wie wir. Von Anfang an war er von unserer Musik begeistert. Auch er wollte ein Album, welches nicht den einzelnen Musiker hervorhebt, sondern immer das Stück im Vordergrund steht. Es gibt also praktisch keine Jazzsoli im herkömmlichen Sinne, improvisiert wird im Kollektiv und immer mit dem Bewusstsein, dass das Stück an oberster Stelle steht. Mich hat Manfred auch stark beeindruckt mit welcher Euphorie er nach über 2000 produzierten Platten und über 40 Jahre Labelarbeit er noch an die Dinge herangeht und sich freuen kann wie ein kleines Kind. Er hat eine unglaubliche Weitsicht und war immer zur Stelle mit guten Ideen, wenn wir uns mal verloren haben.

Mit deiner Band und auch als Musikerin in anderen Projekten bist du ständig unterwegs und viel im Ausland. Seit Jahren wohnst du aber in der Schweiz. Fühlst du dich hier heimisch?

Elina Duni   Ja, ganz klar. ich fühle mich sehr wohl hier in Bern. Mir gefällt das kultivierte und offene Volk. Und auch wenn ich die grossen Städte im Ausland liebe, könnte ich dort nicht leben. Die Schweiz ist mein Zuhause.

Elina Duni, “Matanë Malit” (ECM)

Webpage und Tourdaten Elina Duni elinaduni.com

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Oy fait son marché

Mais qu’est-ce qui se passe? Oy, notre chanteuse helvetico-ghanéenne préférée devient funky. Ce n’est pas pour nous déplaire, bien au contraire. Après s’être intéressée – avec le succès que l’on sait – aux souvenirs d’enfance, la chanteuse à la voix de caméléon est partie à plusieurs reprises séjourner en Afrique. Elle y a enregistré les bruits les plus divers, de la machine à laver de sa mère à celui du pilon écrasant le blé. Le premier morceau, issu de ses pérégrinations lointaines, s’appelle “Market Place”. Ses signes distinctifs sont des samples de bruits de rue, des rythmes empruntés à l’Afrique ou à l’électro et un chant soul. En attendant la sortie de l’album prévue en 2013, vous pouvez écouter ce morceau sur Youtube ou le télécharger sur votre smartphone/Iphone) au moyen de l’application Creaked (le label de Oy).

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Et pour avoir une idée du live, regardez le petit film réalisé sur elle dans le cadre de la série Jazzout de Mezzo.  Oy s’y montre désormais accompagnée d’une vraie batterie tenue par un mystérieux compagnon masqué. Le morceau s’appelle “Halleluja” et figurera également sur le nouvel album de Madame.

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Et surtout, ne la ratez pas sur scène si elle passe près de chez vous.

SEPTEMBRE

28 Toulouse, France @ Nuits Nomades
29 Bern, Switzerland @ Schlachthaus

OCTOBRE

05 Delémont, Switzerland @ SAS
06 Cully, Switzerland @ I Ha Nüt Festival
13 Paris, France @ Factory Festival – La Cigale
17 Nancy, France @ Jazz Pulsations
27 Durbe, Latvia @ Zemlika Festival
NOVEMBRE
01 Lausanne, Switzerland @ Love and 8 – Le Bourg
23 Darmstadt, Switzerland @ Jetztmusik
DECEMBRE
07 Zurich, Switzerland @ Kilbi Im Uberall